GPS Tracker

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Bild von Opollo Photography auf Pixabay
01 Jul 17:26 2023 von Redaktion International Print This Article

Da die Zahl der Autodiebstähle in Deutschland noch immer sehr hoch ist, werden vermehrt GPS Tracker in Fahrzeugen eingesetzt. Diese steigern nicht nur den Schutz des Wagens, sie bieten dem Fahrer mehr Komfort im Alltag und erfassen Informationen rund um das Auto.

Ein Diebstahl ist für den Betroffenen immer ärgerlich, besonders dann, wenn er auf das Fahrzeug beruflich und privat angewiesen ist. Fehlt der Wagen, steht der Alltag auf dem Kopf, hinzu kommt der bürokratische Aufwand rund um Polizei und Versicherung. Zwischenzeitlich gibt es einige Maßnahmen, die man treffen kann, um sein Auto zuverlässig vor Diebstahl zu schützen, ein Live GPS Tracker ist eine gute Möglichkeit.


GPS Tracker im Auto einsetzen

Innerhalb von Fahrzeugen ist GPS keineswegs eine Neuheit, es wird seit vielen Jahren zur Navigation von Autos eingesetzt. Moderne Fahrzeuge verfügen vom Werk auf über GPS und ein integriertes Navigationssystem. Ältere Autos kann man jedoch jederzeit nachrüsten, auch ohne Werkstattbesuch. Geräte mit GPS sind besonders klein und lassen sich einfach in jedem Auto unterbringen, wer damit den Diebstahlschutz steigern will, der sollte auf ein unauffälliges Versteck setzen. Hierzu eignet sich der Himmel des Fahrzeugs, der Kofferraum oder auch der Motorraum. Absehen sollte man von auffälligen Orten, wie dem Handschuhfach oder unter dem Sitz.


Funktionsweise von GPS

Um die eigene Position zu orten benötigen GPS Tracker die Signale von Satelliten, diese können weltweit empfangen werden. Der GPS Sender ermittelt anhand der Satellitendaten und der Übertragungsdauer die eigene Position und leitet diese über das Mobilfunknetz an den Server des Anbieters. Für die eigene Ansicht benötigt der Nutzer zusätzlich eine passende App, in dieser werden die Berechnungen visualisiert. Mithilfe dieser Technik hat man immer die Möglichkeit, die Position des Fahrzeugs in Echtzeit einzusehen.


Unterschiedliche GPS Modelle zur Auswahl

Auf dem Markt gibt es verschiedene Modelle, einige sind speziell für die Nutzung in Autos vorgesehen und bieten viel weitere Möglichkeiten zur Steigerung des Diebstahlschutzes. Grundlegend unterscheiden sich Live GPS Tracker in ihrer Stromversorgung:


GPS für Festeinbau

Für die Nutzung in Fahrzeugen empfiehlt sich besonders der Einsatz von GPS Geräten, die fest eingebaut werden. In diesem Fall wird der Tracker mit einer Stromquelle aus dem Auto gekoppelt, das kann die Kfz-Batterie sein oder auch die OBD-Schnittstelle. Bei anderen Modellen reicht eine Verbindung mit einem USB-Port aus, um zuverlässig zu arbeiten. Diese Anschlussart bietet den großen Vorteil, dass der Tracker nicht regelmäßig aufgeladen werden muss. Das Gerät wird zuverlässig mit Strom versorgt und sendet konstant alle ermittelten GPS Daten weiter, ohne Aufladung.


Flexible Tracking Geräte

Eine weitere Option sind flexible GPS Tracker, sie werden nicht fest angeschlossen und müssen für eine regelmäßige Akkuladung entnommen werden. Sie bieten jedoch den Vorteil, dass sie auch für andere Einsatzzwecke dienen können. Man kann das Gerät also beispielsweise auch im Urlaub mitnehmen und zum Schutz von Gepäck und Handtasche einsetzen. Jedoch kann der Tracker im Auto nicht gut versteckt angebracht werden, er muss immer zugänglich sein, damit der zum Laden entnommen werden kann.


Wie Ein GPS Tracker im Auto den Diebstahlschutz steigern kann

Ein GPS Gerät ermittelt die eigene Position und die aktuelle Geschwindigkeit. Mit diesen Angaben kann der Tracker noch weitere Wege zur Überwachung des Fahrzeugs gewähren:


Radiusalarm für den Tracker im Fahrzeug

Innerhalb der App wird ein fester Radius eingestellt, den der Tracker nicht verlassen darf. Geschieht dies doch, so meldet die App dies zuverlässig und der Fahrzeugbesitzer kann umgehend handeln.


Bewegungsalarm mit GPS im Auto

Sobald das Fahrzeug bewegt wird, löst das den Bewegungsalarm aus. In der App kann der Nutzer dann einsehen, wo sich das Auto befindet. Ähnlich arbeitet der Erschütterungsalarm, er meldet sofort, wenn der Tracker bewegt oder entfernt wird, dies kann bereits ein Hinweis auf einen Diebstahl sein. Autodiebe kennen Tracking Geräte und versuchen diese zeitnah vom Fahrzeug zu entfernen, um nicht erwischt zu werden.


Geofencing durch GPS

Eine geschlossene Garage ist der beste Weg, um seinen Wagen zuverlässig vor Diebstahl zu schützen. Doch diesen Luxus hat noch lange nicht jeder. Je nach Wohnsituation ist ein Stellplatz oder Carport das Einzige, was dem Fahrer bleibt, um sein Auto abzustellen. Zusätzlich ist es aufwändig und teuer, eine Garage für den Wagen zu erreichten. Geofences sind virtuelle Zäune, die der Nutzer in der App errichten kann, er hat die Möglichkeit sein Grundstück, den Parkplatz oder den Carport einzuzäunen. Wird diese Grenze überschritten, so löst das den Alarm aus.


Live Ortung

Wurde der Wagen trotz aller Vorsicht gestohlen, kann der Nutzer das Auto in der App live verfolgen, sofern der Dieb den Tracker nicht gefunden und entfernt hat. Die Live Ortung bietet den aktuellen Standort in Echtzeit und aktualisiert in einem regelmäßigen Rhythmus. Die Tracking Daten unterstützen die Polizei bei der Suche und geben Aufschluss über den Verbleib des Diebesguts.


Was vor dem Kauf eines GPS Trackers wichtig ist

Bevor ein Tracking Gerät gekauft wird, sollte man sich genau im Klaren sein, welches Vorhaben verfolgt wird. Wenn der Tracker ausschließlich für die Nutzung im Wagen gedacht ist, dann eignet sich ein Gerät mit festem Anschluss am besten, denn hier entfällt die manuelle Aufladung des Akkus.

Zusätzlich findet man im Vorfeld beim Anbieter eine gute Übersicht über die Funktionen und Alarme, die geboten werden. Auch die Kosten für die monatliche Nutzung und die Speicherung der Daten sind ein Faktor beim Kauf. Je nach Anbieter variieren die Preise, meist liegen die Kosten für das Abonnement bei rund fünf Euro pro Monat.

Ergänzend zum GPS sollten Autofahrer weitere Dinge beachten, um den Diebstahlschutz zu erhöhen. Denn auch diese Maßnahme bietet keinen vollständigen Schutz. Im Idealfall nutzt man eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen: Achtsamkeit, Vorsicht, manuelle Vorrichtungen und digitaler Schutz, wie GPS.




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