Tirol: „Frag den LH“ im August
Im Fokus des Gesprächs: Jugendkriminalität, Freizeitgestaltung für Jugendliche und Einfluss von KI auf die Arbeitswelt
Copyright: Land Tirol/Jovanovic
16 SchülerInnen der Polytechnischen Schule Jenbach besuchten kürzlich LH Mattle im Landhaus.
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Sean-Adrian Andri? und Willian Fretes stellten dieses Mal die Fragen der Klasse.
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Auch bei dieser "Frag den LH"-Ausgabe blieb genug Zeit für einen kurzen persönlichen Austausch mit dem Landeshauptmann.
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16 SchülerInnen der Polytechnischen Schule (PTS) Jenbach zu Besuch im Landhaus
- Gesprächsschwerpunkt: Jugendkriminalität, Freizeitgestaltung für Jugendliche und Einfluss von KI auf die Arbeitswelt
Wie kann Jugendkriminalität in Tirol verhindert werden? Was brauchen Jugendliche für eine attraktive Freizeitgestaltung? Und welche Auswirkungen wird Künstliche Intelligenz (KI) auf die Arbeitswelt haben? Mit diesen Fragen im Gepäck besuchten 16 SchülerInnen der Polytechnischen Schule Jenbach das Landhaus, um sie an LH Anton Mattle zu richten. Sean-Adrian Andri? und Willian Fretes stellten dieses Mal die Fragen der Klasse.
Prävention beginnt mit Aufmerksamkeit, Zivilcourage und Gesprächen
Ein zentrales Thema des Austauschs war die Jugendkriminalität – die SchülerInnen wollten wissen, wie junge Menschen frühzeitig über rechtliche Grenzen und die Folgen ihres Handelns aufgeklärt werden können. LH Mattle sagte: „Der erste Schritt ist Information – gerade in der Schule sollte aufgezeigt werden, welche Regeln gelten und welche Auswirkungen bestimmte Entscheidungen auf das eigene Leben haben können.“ Gleichzeitig unterstrich er, dass Prävention und der Umgang mit Jugendkriminalität eine gemeinsame Verantwortung seien: „Es braucht Politik, Schulen, Polizei, Eltern und die gesamte Gesellschaft. Aber auch jede und jeder Einzelne kann etwas beitragen: Wer merkt, dass sich jemand im Freundes- oder Klassenkreis verändert oder auf einen falschen Weg gerät, sollte nicht wegschauen. Oft können Aufmerksamkeit, Zivilcourage und ein offenes Gespräch bereits helfen.“
„Dritte Orte“ für Jugendliche – Angebote durch offene Jugendarbeit
Dahingehend war ein weiteres Thema die Freizeitgestaltung für Jugendliche. Die SchülerInnen interessierte, welche Räume und Angebote es für junge Menschen in Tirol gibt, um sich außerhalb von Schule und Familie zu treffen und Gemeinschaft zu erleben. LH Mattle betonte: „Neben dem breiten Angebot in Vereinen und im Kulturbereich braucht es auch sogenannte ‚dritte Orte‘ – Treffpunkte außerhalb von Schule, Familie und Arbeitsplatz, an denen sich Jugendliche wohlfühlen und ihre Freizeit gemeinsam verbringen können. Mit dem Ausbau der offenen Jugendarbeit haben wir in Tirol bereits wichtige Angebote geschaffen.“
Gleichzeitig verwies der Landeshauptmann in diesem Zusammenhang auf das Ehrenamt: „Ich möchte junge Menschen ermutigen, sich selbst ehrenamtlich zu engagieren. Gerade in Vereinen oder sozialen Initiativen entstehen oft Freundschaften fürs Leben und wertvolle Erfahrungen.“
„KI kann Empathie, Verantwortung und handwerkliches Können nicht ersetzen“
Abschließend richteten die Jugendlichen den Blick auf die Arbeitswelt von morgen – auch angesichts der zunehmenden Bedeutung von Künstlicher Intelligenz. Landeshauptmann Mattle zeigte sich überzeugt, dass KI viele Tätigkeiten verändern werde, gleichzeitig aber neue Berufsbilder entstünden und insbesondere Berufe mit handwerklichen Fähigkeiten oder persönlichem Kontakt weiterhin unverzichtbar blieben. „Künstliche Intelligenz kann uns Menschen in vielen Bereichen unterstützen, aber sie kann Empathie, Verantwortung und handwerkliches Können nicht ersetzen. Unsere Aufgabe ist es, einen klaren rechtlichen Rahmen zu schaffen und den technologischen Fortschritt verantwortungsvoll zu gestalten.“
Die gesamte August-Ausgabe von „Frag den LH“ ist wie gewohnt auf dem YouTube-Kanal des Landes verfügbar.
Quelle: Land Tirol
