Salzburg: Aktuelle Stunde zum Thema Kinder und Jugend
Statements der fünf Landtagsfraktionen / Plenarsitzung im Chiemseehof
(LK) „Soziale Verantwortung für unsere Kinder und Jugendlichen – Salzburg schaut auf seine Jüngsten“, eingebracht von der FPÖ, ist Thema der Aktuellen Stunde bei der morgigen Plenarsitzung des Salzburger Landtags im Chiemseehof.
Die im Landtag vertretenen Fraktionen ÖVP, FPÖ, SPÖ, KPÖ Plus und Grüne übermittelten zum Thema der Aktuellen Stunde folgende Statements.
Jöbstl: „Jugend zukunftsfit machen.“
„Salzburgs Kinder und Jugendliche zukunftsfit zu machen, sehen wir als eine zentrale Aufgabe der Landesregierung. Das Spektrum reicht dabei von den besten, auf die jeweiligen Talente abgestimmten Bildungschancen, einem dichten sozialen Netz, um niemanden in schwierigen Situationen zurückzulassen, bis hin zu einer hohen Sicherheitslage im Land. Das ist für Kinder und Jugendliche als vulnerable Gruppen besonders wichtig. Auch das geplante Social Media Verbot für unter 14-Jährige sehen wir in diesem Zusammenhang positiv“, so ÖVP-Klubobmann-Stellvertreterin Martina Jöbstl.
Hochwimmer: „Vorbeugen, schützen, handeln!“
„Soziale Verantwortung für unsere Jüngsten darf nicht bei Sonntagsreden enden. Darum stärken wir die Kinder- und Jugendhilfe, Streetwork, Familien und Elternberatung. Salzburg muss hinschauen, bevor Jugendliche abrutschen, bevor Abhängigkeit entsteht und bevor gefährliche Strukturen Macht über Minderjährige gewinnen. Herkunft darf dabei kein Tabu sein, entscheidend ist aber, wer Kinder gefährdet, ausnutzt oder zerstört, muss die volle Härte des Gesetzes spüren. Salzburg schaut auf seine Jüngsten heißt vorbeugen, schützen und konsequent handeln“, erklärt FPÖ-LAbg. Andreas Hochwimmer.
Egger-Kranzinger: „Schutz und Chancen.“
„Soziale Verantwortung für unsere Jugendlichen heißt: Schutz und Chancen. Schutz bedeutet, Risiken klar zu benennen und zu bekämpfen – vom Online-Glücksspiel über das sogenannte kleine Glücksspiel bis hin zu illegalen Drogen und zunehmenden psychischen Belastungen. Chancen bedeuten, jungen Menschen Perspektiven zu geben: durch wirksame Prävention, starke Angebote für mentale Gesundheit und echte Unterstützung im Alltag. Salzburg darf hier nicht zusehen – die Landesregierung muss handeln“, sagt SPÖ-LAbg. David Egger-Kranzinger.
Hangöbl: „Regierung muss in die Gänge kommen.“
„Die schwarz-blaue Landesregierung lässt Salzburgs Kinder und Jugendliche im Stich. Familienzuschuss: gestrichen, Elternbeitragsersatz: reduziert, Kosten für einen Kinderbetreuungsplatz: angehoben. Anstatt die Kinderbetreuung auszubauen, wird hemmungslos gekürzt. Letztes Opfer des Kürzungswahns: das Tageselternzentrum. Die Kinder- und Jugendhilfe ist komplett überlastet und greift erst dann ein, wenn es schon längst zu spät ist. Die Landesregierung muss endlich in die Gänge kommen“, betont KPÖ Plus-Klubobfrau Natalie Hangöbl zum Thema der Aktuellen Stunde.
Berthold: „Es braucht rasch eine sichere Perspektive.“
„Schwarz-Blau hat beim Tageselternzentrum TEZ dringend notwendige Inflationsanpassungen viel zu lange hinausgezögert und damit die Budgetnot verschärft. Wer Kinderbetreuungseinrichtungen in die Insolvenz schlittern lässt, kann sich nicht damit rühmen, auf unsere Jüngsten zu schauen. Jetzt braucht es rasch eine sichere Perspektive für die betroffenen Familien. Unsere Kinder verdienen Verlässlichkeit statt politischer Untätigkeit“, so Grünen-Klubobfrau Martina Berthold.
Quelle: Land Salzburg
