Salzburg: Ausbau des sonderpädagogischen Förderbedarfs an Pflichtschulen gefordert

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In Feldkirch (Vorarlberg) haben sich am 2.10.2026 die Landesbildungs- und -elementarpädagogikreferentInnenkonferenz 2026 getroffen. Im Bild: Bundesminister Christoph Wiederkehr mit Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek (4.v.l.), Landesrätin Daniela Gutschi (4.v.r.) und weiteren fachlich zuständigen Mitgliedern der Landesregierungen
Foto: Land Vorarlberg/7PRO.TV
02 Okt 19:30 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

(LK)  In Feldkirch (Vorarlberg) haben sich heute die Bildungsreferentinnen und -referenten der Länder turnusmäßig getroffen. Dabei wurde eine Initiative von Landesrätin Daniela Gutschi zur bedarfsgerechten Erhöhung des sonderpädagogischen Förderbedarfs einstimmig angenommen.

Bundesländer sprechen sich einstimmig für Salzburger Initiative aus / Anträge zur Ausbildung von Sonderschullehrkräften und Hitzeschutz angenommen

Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf können dem Regelunterricht aufgrund einer körperlichen, geistigen, psychischen oder Sinnesbeeinträchtigung nicht ohne zusätzliche Hilfe folgen. „Die finanziellen Mittel für die Sonderpädagogik sind zu knapp bemessen, da der Bund diese per fiktiv festgelegten Prozentsatz deckelt. Dieser liegt seit mehr als drei Jahrzehnten bei 2,7 Prozent. Der Bedarf liegt jedoch deutlich darüber, auch in Salzburg“, sagt Bildungslandesrätin Daniela Gutschi.

Gutschi: „Unterstützung für betroffene Familien.“

Österreichweit lag die Quote für sonderpädagogischen Förderbedarf im Schuljahr 2022/23 bei 3,6 Prozent. In Salzburg lag dieser Wert mit 5,1 Prozent deutlich höher, wie Zahlen des Bildungsministeriums zeigen. Das waren fast 2.700 Kinder und Jugendliche. Landesrätin Daniela Gutschi betont: „Alle Schülerinnen und Schüler haben die bestmöglichen Bildungschancen verdient. Dafür brauchen wir aber insbesondere im Pflichtschulbereich die Unterstützung des Bundes. Mit meiner Initiative fordere ich die Anhebung des Prozentsatzes auf 4,5 Prozent, wie im Programm der Bundesregierung vorgesehen. So können wir gezielt die Familien unterstützen und gleichzeitig die Schulträger finanziell entlasten. Es freut mich, dass alle Bundesländer diese Forderung unterstützen.“

Sonderschule ermöglicht bestmögliche Förderung

Rund 1.200 Kinder und Jugendliche besuchen die 21 Sonderschulstandorte im Bundesland. „Die Pädagoginnen und Pädagogen leisten eine hervorragende Arbeit. Die Schulen sind ein wichtiger Teil des Bildungssystems. Die Kinder und Jugendlichen bekommen hier eine individuelle Unterstützung, wie sie in anderen Schulformen nicht in diesem Ausmaß möglich wäre. Das wissen auch die Eltern zu schätzen, denn die Schülerzahlen steigen“, sagt Daniela Gutschi und ergänzt: „Um diese hohe Qualität auch in Zukunft gewährleisten zu können, ist eine eigenständige Ausbildung für Sonderschullehrkräfte unumgänglich. Diese wurde 2015 abgeschafft. Seitdem erfolgt die Qualifizierung über eine Spezialisierung. Ich freue mich, dass diese Initiative einstimmig unterstützt wurde.“

Hitzeschutz für die Schulen

Landesrätin Daniela Gutschi setzte sich heute in Vorarlberg nicht nur für die Erhöhung des sonderpädagogischen Förderbedarfs und der Wiedereinführung der eigenständigen Ausbildung für Sonderschullehrkräfte ein. Auch ein Antrag zu einem Hitzeschutzplan im Bildungsbereich wurde einstimmig angenommen. „Vor allem die Hitzewelle im vergangenen Juni hat Kinder und Jugendliche sowie Lehrpersonen an ihre Grenzen gebracht. Das Bildungsministerium muss einen österreichweiten Hitzeschutzplan vorlegen, der einen klaren, abgestuften Maßnahmenkatalog beinhaltet. Parallel dazu müssen gesetzliche Grundlagen zum Schutz aller Beteiligten im Bildungssystem ausgearbeitet werden.“

Bund bei Pflegeausbildung gefordert

Derzeit tragen die Bundesländer die Kosten für die Pflegeausbildung an Höheren Lehranstalten für Pflege und Sozialbetreuung sowie an Fachschulen für Sozialberufe mit Pflegevorbereitung. „Um den Schülerinnen und Schülern eine optimale Ausbildung zu ermöglichen, haben die Lehrkräfte in den Fächern ‚Pflege‘ eine Ausbildung als diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal. Die Kosten hierfür bleiben jedoch seit dem Schulversuch vor mehreren Jahren bei den Ländern. Bildungsminister und Sozialministerin sind aufgefordert, die entstehenden Personalkosten an die Bundesländer zurückzugeben – wie es an Bundesschulen üblich ist“, betont Daniela Gutschi. Auch dieser Salzburger Antrag zur Wiedereinführung wurde einstimmig angenommen.


Quelle: Land Salzburg



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