St. Pölten: Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität

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Polizeiauto - Symbolbild

23 Okt 12:31 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Am 12. Juli 2026 ging im Bundeskriminalamt ein internationaler Hinweis ein, dass ein bulgarisches Sattelkraftfahrzeug eine größere Menge an Suchtmitteln in Form von Cannabiskraut und Kokain von Spanien über Frankreich und Italien oder Slowenien nach Österreich mit dem Endziel Tribuswinkel einführen sollte.

Durch intensive operative Maßnahmen konnte der bulgarische Sattel-Lkw am 13. Juli 2026 in den Morgenstunden bei der Einreise aus Slowenien am Grenzübertritt Spielfeld festgestellt werden. In der Folge wurde das Fahrzeug bis zum Abladeort im Gemeindegebiet von Traiskirchen durchgehend observiert.

Vor Ort konnte beobachtet werden, wie der Lkw-Lenker Teile der geschmuggelten Suchtmittel entlud und an einen Abholer übergab. Kräfte der Direktion für Sondereinheiten nahmen die Tatverdächtigen direkt bei der Übergabe fest.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 58-jährigen bulgarisch Lkw-Fahrer, sowie einen 30-jährigen, in Wien wohnhaften slowenischen Staatsbürger, der die Drogen für eine international agierende Tätergruppierung übernehmen sollte. Beide Beschuldigten zeigten sich bei den durchgeführten Einvernahmen teilgeständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurden sie in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

Im Zuge der Durchsuchung des Sattelzuges konnten insgesamt 200 Kilogramm Cannabiskraut und vermeintliche sechs Kilogramm Kokain aufgefunden und sichergestellt werden:

1. 100 Kilogramm Cannabiskraut und sechs Kilogramm des angeblichen Kokains waren direkt für den 30-jährigen Übernehmer in Tribuswinkel bestimmt.
2. Die restlichen 100 Kilogramm Cannabiskraut, welche im Sattelaufleger versteckt waren, sollten nach der Übergabe in Tribuswinkel weiter nach Griechenland ausgeführt und dort übergeben werden.

Der Marktwert der sichergestellten 200 Kilogramm Cannabiskraut beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro. Nähere chemische Untersuchungen der vermeintlichen Kokain-Sicherstellung ergaben zudem, dass es sich hierbei um ein wirkstofffreies Duplikat ("Fake-Drogen") handelte.


Quelle: LPD Niederösterreich



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