Salzburg: Breitband: Salzburg wagt den Lückenschluss in ländlichen Gebieten
Im Fokus liegen der Flachgau und rund 2.680 Haushalte / Mehr als 50 Millionen Euro Investitionsvolumen im ganzen Bundesland
(LK) Nach dem Abschluss der Projekte im Rahmen der ersten Breitbandmilliarde des Bundes, bei der in mehr als 30 Salzburger Gemeinden rund 31 Millionen Euro investiert wurden, folgt seit Sommer 2024 die Fortsetzung. Bei den Glasfaserprojekten der zweiten Breitbandmilliarde liegt der Schwerpunkt im Bundesland auf dem Lückenschluss bislang unterversorgter ländlicher Gebiete, mit Fokus auf rund 2.680 Haushalte im Flachgau.
Bei den Glasfaserprojekten der zweiten Breitbandmilliarde liegt der Schwerpunkt auf dem Lückenschluss bislang unterversorgter ländlicher Gebiete, mit Fokus auf den Flachgau. Archivbild
Konkret soll in ganz Salzburg ein neues Glasfasernetz für rund 5.000 bislang unterversorgte Haushalte entstehen. Das Investitionsvolumen der Internet-Provider beträgt rund 50 Millionen Euro, wobei ein Großteil von der öffentlichen Hand finanziert wird. Die Bundesförderung beträgt hier bis zu 65 Prozent. Das Land Salzburg stockt dann auf bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten auf. So können die vielen Projekte realisiert werden.
Aigner: „Versorgungslücken gezielt schließen.“
Landesrat Maximilian Aigner betont: „Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute eine zentrale Voraussetzung für Lebensqualität, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und moderne Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Gerade im Flachgau erfordert der Ausbau aufgrund der Streusiedlungsstruktur besondere Anstrengungen. Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam mit Gemeinden, Betreibern und Grundeigentümern konsequent daran arbeiten, die letzten Lücken in der Breitbandversorgung zu schließen. Unser Ziel ist es, den Flachgau in den kommenden Jahren nahezu flächendeckend mit leistungsfähigem Breitband zu versorgen.“
Flachgauer Projekte im Überblick
Warum gerade der Flachgau im Fokus der zweiten Welle des Internetausbaus im Bundesland liegt, erklärt sich durch die vielen und zerstreuten Siedlungsräume. Viele Kilometer Glasfaser für verhältnismäßig wenige Gebäude sind nötig. Ziel ist es, den Flachgau in den nächsten Jahren beinahe flächendeckend mit Breitband zu versorgen. Dafür wurden drei Förderungsverträge zwischen der Republik Österreich und der PR-Infrastruktur GmbH beziehungsweise der PR-Connect GmbH geschlossen. Hier die Projekte im Überblick inklusive Finanzierungszuschüssen:
Projekt „OpenNet SBG OÖ“
- Berndorf bei Salzburg, Dorfbeuern, Göming, Lamprechtshausen, Mattsee, Nußdorf am Haunsberg, Oberndorf bei Salzburg, Sankt Georgen bei Salzburg und Seeham
- 902 Haushalte
- 11,077 Millionen Euro: 7.101.345 Euro (Bund), 2.867.786 Euro (Land) und 1.107.682 Euro Eigenmittel
- Läuft bereits, Finalisierung ist Mitte des Jahres 2027 zu erwarten
Projekt „OpenNet Flachgau“
- Anthering, Eugendorf, Hallwang, Koppl und Seekirchen am Wallersee
- 1.191 Haushalte
- 10,912 Millionen Euro: 7.055.891 Euro (Bund), 2.765.176 Euro (Land) und 1.091.230 Euro Eigenmittel
- Läuft bereits, Finalisierung ist Mitte des Jahres 2027 zu erwarten
Projekt „OpenNet Flachgau 2 Lücken“
- Anthering, Bergheim, Berndorf, Elixhausen, Eugendorf, Göming, Henndorf, Koppl, Köstendorf, Lamprechtshausen, Neumarkt, Nußdorf, Obertrum, Plainfeld, Schleedorf, Seeham, Seekirchen, Straßwalchen und Thalgau
- 586 Haushalte
- 11,294 Millionen Euro: 7.277.974 Euro (Bund), 2.886.794 Euro (Land) und 1.129.419 Euro Eigenmittel
- Derzeit in Ausschreibung, voraussichtlicher Beginn 2027.
Eine Million Euro für Einzelanschlüsse
Ergänzend zu den oben genannten Finanzierungszuschüssen unterstützt das Land Salzburg den bedarfsorientierten Breitbandausbau durch Direktzuschüsse für Einzelanschlüsse. In den vergangenen Jahren haben davon rund 200 Unternehmen und 280 Privathaushalte profitiert. Rund eine Millionen Euro an Förderungen wurden hierzu bereitgestellt.
Bestversorgtes Bundesland nach Wien
Laut dem Breitbandkoordinator des Landes Salzburg, Christian Effenberger, zählt das Bundesland heute zu den Vorreitern bei der Breitbandversorgung. Grundlage dafür ist vor allem ein erfolgreicher eigenwirtschaftlicher Ausbau der Infrastruktur. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Salzburg AG: Sie entschied sich früh dafür, den Breitbandausbau aktiv voranzutreiben und setzte innerhalb des Unternehmens auf eine langfristig angelegte Telekommunikationsstrategie. Mit einer Gigabit-Versorgbarkeit von 89 Prozent ist Salzburg nach Wien das bestversorgte Bundesland Österreichs.
Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260323_20 (bk/msc)
Quelle: Land Salzburg
