Leoben: Buben-Mord - Tatverdächtige Mutter in Justizanstalt eingeliefert
Im Fall des getöteten Elfjährigen liegen nun erste Ergebnisse der Obduktion vor. Zudem wurde die 39-jährige Tatverdächtige nach ihrer medizinischen Behandlung in die Justizanstalt eingeliefert.
Nachdem die 39-jährige Mutter aufgrund ihrer Verletzungen operiert worden war, konnte sie nach einer Stabilisierung ihres Gesundheitszustandes aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sie wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Leoben eingeliefert.
Vernehmungsfähigkeit wird geprüft
Eine förmliche Vernehmung der Tatverdächtigen zum konkreten Tatgeschehen konnte bislang noch nicht durchgeführt werden. Ein Arzt muss zunächst die Vernehmungsfähigkeit der Frau prüfen, um festzustellen, ob und zu welchem Zeitpunkt sie stabil genug für eine polizeiliche Befragung ist.
Erste Befragungen der 39-Jährigen stützten jedoch bereits die bisherige Spurenlage des Landeskriminalamtes, wonach zum Tatzeitpunkt keine weitere Person in der Wohnung anwesend gewesen sein dürfte.
Obduktionsergebnis
Mittlerweile liegt auch das Ergebnis der angeordneten Obduktion vor. Demnach verstarb der elfjährige Junge aufgrund der schweren Stich- und Schnittverletzungen. Die Tatortbeamten hatten bereits am Freitag mehrere Messer als mutmaßliche Tatwaffen in der Wohnung sichergestellt.
Meldung vom 30.01.2026
Wie gestern berichtet, wurde Freitagnachmittag, 30. Jänner 2026, ein 11-jähriger Junge tot aufgefunden. Nach ersten Ermittlungen des Landeskriminalamtes Steiermark erhärtete sich der Verdacht eines Tötungsdelikts gegen die bereits festgenommene 39-jährige Mutter.
Gegen 14:40 Uhr verständigte die 39-jährige Alleinerziehende selbst das Rote Kreuz aufgrund eigener Schnittverletzungen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte fanden diese in der Wohnung den leblosen Körper des 11-jährigen Sohnes vor und alarmierten umgehend die Polizei. Der Junge wies schwere Stich- und Schnittverletzungen auf.
Ermittlungen am Tatort
Tatortbeamte des Landeskriminalamtes Steiermark führten bis in die Nachtstunden eine umfassende Spurensicherung durch. Dabei wurden mehrere Messer sichergestellt, bei denen es sich um die mutmaßlichen Tatwaffen handeln dürfte. Hinweise auf die Anwesenheit einer weiteren Person in der Wohnung konnten die Ermittler bislang nicht vorfinden. Ersten Erhebungen zufolge war der 11-Jährige bereits am Freitag nicht mehr in der Schule erschienen.
Verdächtige in Krankenhaus eingeliefert
Bei den Verletzungen der 39-jährigen Mutter dürfte es sich nach aktuellem Ermittlungsstand um Selbstverletzungen handeln. Sie wurde unter Polizeibegleitung in ein Krankenhaus gebracht und dort einer Operation unterzogen. Sobald es der Gesundheitszustand der 39-Jährigen erlaubt, wird die Kriminalpolizei die Vernehmung zum Tathergang und einem möglichen Motiv durchführen.
Die Staatsanwaltschaft Leoben ordnete die Obduktion des Leichnams sowie eine körperliche Untersuchung samt Blutabnahme bei der Tatverdächtigen an.
Quelle: LPD Steiermark
