Niederösterreich: Ein halbes Jahrhundert Pflegeausbildung in Stockerau

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Niederösterreich

29 Jun 20:00 2026 von Redaktion International Print This Article

LR Teschl-Hofmeister: Gratulation zum Jubiläum

Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Stockerau feierte kürzlich ihr 50-jähriges Bestehen. Die Bildungseinrichtung zeichnet sich durch ein vielfältiges Bildungsangebot aus und leistet einen wertvollen Beitrag zur qualitativen Ausbildung von Pflegekräften. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betonte in ihrer Festrede: „Seit 50 Jahren werden in Stockerau Fachkräfte ausgebildet, die sich mit großem Einsatz und Empathie um die Patientinnen und Patienten in den Kliniken oder um die Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflege- und Betreuungszentren kümmern. Wir werden uns weiter intensiv einsetzen, um einerseits junge, motivierte Menschen für die Pflege zu gewinnen und andererseits die Arbeitsbedingungen sukzessive zu verbessern. Ich bedanke mich beim Team der Schule und natürlich auch bei allen Absolventinnen und Absolventen der vergangenen 50 Jahre“, so Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Der Gesundheitsplan 2040+ sieht vor, dass Medizin und Pflege in Zukunft konsequent aus einer Hand geplant werden. Die Vielzahl an unterschiedlichen Aufgaben, sei es in einem Klinikum oder in einem Pflege- und Betreuungszentrum, erfordert eine entsprechend große Anzahl an fachkundigem, gut ausgebildetem Personal – gerade und vor allem auch im Bereich der Pflege. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts war der Bedarf an gut ausgebildetem, qualifiziertem Pflegepersonal sehr groß. Um diesem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken und die Gewinnung von gut ausgebildetem Personal zu erleichtern, wurde die Implementierung einer Ausbildungsmöglichkeit für Pflegepersonal am Klinikstandort Stockerau forciert. Damit waren die Weichen gestellt, und am 9. August 1976 erging der Bescheid, wonach die Stadtgemeinde Stockerau eine allgemeine Krankenpflegeschule errichten und führen durfte.

Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Stockerau ist Garant dafür, eine fundierte Ausbildung in einem anspruchsvollen Bereich des Gesundheitswesens anzubieten, bei der sowohl theoretische als auch praxisorientierte Inhalte vermittelt werden.

Vorständin Elisabeth Bräutigam und Vorstand Bernhard Kadlec bedankten sich bei allen, die diese Ausbildung auf höchstem Niveau gewährleisten: „Die NÖ Landesgesundheitsagentur steht für die bestmögliche medizinische und pflegerische Behandlung und Betreuung in Niederösterreich – das ist unser gemeinsames Versprechen an die Menschen in unserem Land. Und um dieses Versprechen auch in Zukunft halten zu können, benötigen wir gut ausgebildetes Personal aller Berufsgruppen. Die größte Berufsgruppe in den niederösterreichischen Kliniken ist die Pflege, und daher müssen entsprechend viele Ausbildungsplätze auf hohem Niveau geschaffen werden, denn gut ausgebildete Pflegekräfte sind das Rückgrat und das Herzstück des Gesundheitswesens.“

Die Pflege ist das essenzielle Bindeglied zwischen Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzten sowie den Angehörigen und zugleich Schnittstelle für sämtliche administrativen und organisatorischen Abläufe. Damit reicht ihre Bedeutung weit über die rein pflegerische Versorgung hinaus. Deshalb sind die Schulen unerlässlich, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Sie sichern die qualitative Ausbildung von Nachwuchskräften durch die Vermittlung des fachlichen Know-hows in der Praxis und sind für das reibungslose Funktionieren des Gesundheitswesens unverzichtbar.

Manuela Wiesner, MSc, Direktorin der Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege Hollabrunn und Stockerau, dazu: „Die Schulstandorte Stockerau und Hollabrunn ergänzen sich durch ihr breit gefächertes Angebot. Somit profitieren die Auszubildenden von einer erweiterten, standortübergreifenden Ausbildungs- und Weiterbildungspalette, die theoretisches und praktisches Wissen optimal verknüpft. Bereits am 11. Oktober 1976 begann in Stockerau der erste dreijährige Ausbildungslehrgang des gehobenen Dienstes im Pflegebereich mit 18 Schülerinnen, von denen neun diplomierten. Ich freue mich, dass wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten viele Auszubildende begleiten durften.“


Quelle: Land Niederösterreich



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