Salzburg: Einigung bei der Finanzierung der Seniorenwohnhäuser

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Landesrat Wolfgang Fürweger spricht von erfolgreichen Verhandlungen mit Gemeindeverband und Städtebund. (Archivbild)
Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold
24 Jän 08:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Verhandlungen mit Gemeindeverband und Städtebund erfolgreich / Ab Juli wird der Basistarif um 8 Euro pro Person und Tag erhöht

(LK) Soziallandesrat Wolfgang Fürweger hat sich am Freitag mit dem Gemeindeverband und Städtebund auf die künftige Finanzierung der Seniorenwohnhäuser geeinigt. Der Tarif wird von Landesseite angepasst. Die Kosten belaufen sich auf rund 11 Millionen Euro pro Jahr.

Das Land Salzburg hat im vergangenen Jahr die Wirtschaftlichkeit anhand 15 der 74 Seniorenheime analysieren lassen. Auf Basis dieser Ergebnisse hat am Freitag ein Gespräch zwischen Landesrat Wolfgang Fürweger sowie dem Gemeindeverband und dem Städtebund stattgefunden. Dabei konnte folgende Einigung erzielt werden: Ab Juli 2026 wird der Basistarif um 8 Euro pro Person und Tag erhöht. Die Anpassung betrifft die Finanzierung der öffentlichen Seniorenwohnheime. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Qualität der Betreuung und Pflege langfristig abzusichern und auf die deutlich gestiegenen laufenden Kosten zu reagieren. Das Land und die Kommunen nehmen hier 11 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich in die Hand.

Basisbetrag und Pflegetarif

Das Tarifmodell setzt sich allgemein aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Grundtarif bestehend aus Basisbetrag: Abbildung der Hotelkomponenten wie Unterkunft, Verpflegung, Betriebskosten etc. und Finanzierungs- und Investitionsbetrag
  • Pflegetarif: Staffelung entsprechend der jeweiligen Pflegestufe der Bewohnerinnen und Bewohner

Regelmäßig übermitteln die Seniorenheime eine Übersicht über den aktuellen Stand. Im Zuge der Gespräche wurde vereinbart, dass das bestehende Dashboard künftig weitere Parameter und Informationen liefern soll. Künftig werden zusätzlich folgende Kennzahlen erhoben:

  • Auslastung (eine kostendeckende Auslastung gilt grundsätzlich ab 95 Prozent)
  • Durchschnittliche Pflegestufe
  • Einsatz von Leasingkräften (Kosten bis zu 12.000 Euro pro Monat möglich)
  • Abwesenheitstage (ermöglichen mehrere Auswertungen)

Allen Beteiligten war wichtig, dass keine Eingriffe in die Gemeindeautonomie erfolgen. Ebenso wurde klar festgehalten, dass Abwesenheitstage nicht für Dritte einsehbar sind.

Fürweger: „Evidenzbasierte Politik“

Landesrat Wolfgang Fürweger betont: „Zu Beginn meiner Tätigkeit habe ich erklärt, dass ich eine evidenzbasierte Politik verfolgen möchte. Die Zahlen, Daten und Fakten aus der Wirtschaftsprüfung haben gezeigt, dass die Systemlogik der Finanzierung grundsätzlich gut und treffsicher ist. Gleichzeitig hat sich jedoch herausgestellt, dass der Basistarif erhöht werden muss. Mit der Erhöhung setzen wir diese Erkenntnis um.“


Quelle: Land Salzburg



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