Niederösterreich: Eröffnung des Zentrums Wein und Obst in Klosterneuburg
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LH Mikl-Leitner: Zentrum der Zukunft für den Wein- und Obstbau
In herausfordernden Zeiten wie diesen könne Niederösterreich die weltpolitische Lage nicht beeinflussen. Umso mehr müsse man seine Hausaufgaben machen und sich auf seine Stärken konzentrieren, sagte Landeshauptfrau Johann Mikl-Leitner am heutigen Freitag bei der Eröffnung des Zentrums Wein und Obst der HBLA für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg.
„Und der Wein- und Obstbau ist eine ganz besondere Stärke von Niederösterreich, er ist Teil unserer DNA. Exzellenten niederösterreichischen Wein gibt es auf der ganzen Welt, seine Stärke ist die Kombination aus Herkunft, Qualität und Innovation, auch unser Obst erfreut sich größter Beliebtheit“, betonte dabei die Landeshautfrau und verwies auf die aktuellen Herausforderungen des Klimawandels, der wachsenden Konkurrenz und des sich ändernden Konsumverhaltens: „Diesen Veränderungen müssen wir uns stellen und Antworten finden. Dieses Zentrum schafft dafür die Voraussetzungen, unterstützt die Bekanntheit der ältesten Weinbauschule der Welt weit über Niederösterreich hinaus und ist das Zentrum der Zukunft für den Wein- und Obstbau.“
Die Investitionen hier entsprächen dem Glauben an die Zukunft der Landwirtschaft und des Wein- und Obstbaus, fuhr Mikl-Leitner fort. „Um den Transformationsprozess in der Landwirtschaft mitgestalten zu können, brauchen wir Bildung und Ausbildung auf der Höhe der Zeit, von internationalem Format und regional verwurzelt, welche die Herausforderungen der Zukunft in den Mittelpunkt stellen. Hier in Klosterneuburg wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch mit Enthusiasmus die Begeisterung der jungen Menschen geweckt und ihnen eine Zukunftsperspektive geboten“, meinte die Landeshauptfrau abschließend.
Bundesminister Norbert Totschnig nannte die Schule einen „weltweiten Taktgeber“, deren Stellenwert „im Hinblick auf das Knowhow bei Züchtung, Forschung, Pflanzenschutz und Nachhaltigkeit“ durch die Investition von 25 Millionen Euro auch für die Zukunft gesichert werde, diese Investition wirke in die nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte. „Dass Österreich europaweit über die meisten Hofübernehmer unter 40 Jahren verfügt, liegt auch daran, dass die agrarische Ausbildung Forschung, Lehre und praktische Ausbildung ideal kombiniert“, führte der Minister aus.
Die Klosterneuburg ZWO genannte Erweiterung der HBLA umfasst u. a. den ersten eigenen Turnsaal in der 166-jährigen Geschichte der Schule, moderneste Laboreinrichtungen, 25 Forschungsarbeitsplätze, eine Jungsommelier-Ausbildung, verschiedene Übungsfirmen sowie Büroräumlichkeiten. Den im Somer 2022 ausgelobten Projektwettbewerb, zu dem 28 Bewerbungen eingegangen waren, entschied die Caspar Wichert Architektur ZT GmbH für sich. Spatenstich war am 16. Oktober 2024, die Bauzeit betrug 18 Monate. Auf einer Nutzfläche von 4.500 Quadratmetern wurden u. a. 2.000 Kubikmeter Beton und 644 Kubikmeter tragendes Holz verbaut; durch die Verwendung von Holz wurden 730 Tonnen CO2 eingespart.
Quelle: Land Niederösterreich
