Salzburg: Ethikkommission achtet auf Unbedenklichkeit medizinischer Studien
Einrichtung feiert 30-jähriges Jubiläum / Ehrenamtliche bringen ihr Fachwissen ein
(LK) Ihre Mitglieder stehen voll im Berufsleben im Gesundheitsbereich. In ihrer Freizeit engagieren sie sich mit ihrem Fachwissen in der Ethikkommission, beurteilen klinische Forschungsprojekte auf ihre ethische Unbedenklichkeit. Die beim Land angesiedelte Einrichtung gibt es inzwischen seit drei Jahrzehnten.
30 Jahre Ethikkommission Salzburg: LR Daniela Gutschi mit Vorsitzendem Bernd Minnich (li.) und Stefan Strasser (Bundesamt Sicherheit im Gesundheitswesen).
36 Mitglieder umfasst die Ethikkommission für das Bundesland Salzburg. Es sind Ärztinnen und Ärzte, Pharmazeutinnen und Pharmazeuten sowie Bedienstete des gehobenen medizinischen Dienstes aus 18 Fachrichtungen, die sich elfmal im Jahr mit Studien im Medizinbereich und deren Auswirkungen auf die Teilnehmenden auseinandersetzen. Mit Vorträgen im festlichen Rahmen der Salzburger Residenz wurde am Donnerstagabend das 30-Jahr-Jubiläum gefeiert.
Gutschi: „Ehrenamtlich für Menschen und Forschung.“
Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi nutzte den Festakt für eine Einordnung: „Die Arbeit der Ethikkommission für das Bundesland Salzburg ist ein enorm wichtiger Beitrag für den Forschungsstandort Salzburg und stärkt diesen. Was die Arbeit der hier Tätigen besonders auszeichnet, ist ihr ehrenamtlicher Einsatz im Dienst der Menschen und der Wissenschaft“, betonte Landesrätin Daniela Gutschi.
Studien unter der Lupe
Ein Blick in die Aktivitäten des Vorjahrs gibt Aufschluss: 2024 wurden rund 148 Studien von den Mitgliedern der Ethikkommission fachlich beurteilt. Für die Sitzungsvorbereitungen wurden allein mehr als 1.000 ehrenamtliche Stunden aufgewendet. Beurteilt werden auch Ergänzungen bzw. Änderungen aller laufenden Studien, 330 waren es 2024. Dazu kommen noch Arzneimittelstudien – aktuell sind es 90.
Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_251017_60 (sm/ap)
Quelle: Land Salzburg
