Wien: Festnahme nach Entziehung der Anhaltung mit bis zu 230 km/h

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Tacho - Symbolbild
© geralt, pixabay.com
15 Jun 18:04 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Vorfall: 14.06.2026, 06:30 Uhr / Wien u. Niederösterreich

Polizisten der Polizeiinspektion Kopernikusgasse wurden am 14.06.2026, gegen 06:30 Uhr, im Rahmen ihres Streifendienstes in der Faulmanngasse auf einen Pkw aufmerksam und beabsichtigten, diesen einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle zu unterziehen.
Der Lenker entzog sich jedoch der Anhaltung und flüchtete mit teilweise bis zu 160 km/h über mehrere Straßenzüge der Bezirke Wieden und Favoriten. Dabei missachtete er zahlreiche rote Ampeln und Verkehrszeichen, benutzte Busspuren, fuhr entgegen vorgeschriebener Fahrtrichtungen und gefährdete durch seine Fahrweise wiederholt andere Verkehrsteilnehmer, darunter Fahrzeuglenker und Fußgänger im Bereich von Schutzwegen, Radfahranlagen sowie Bus- und Straßenbahnhaltestellen. Fahrzeuglenker mussten abrupt abbremsen oder ausweichen, Passanten zur Seite springen.
Die Flucht führte schließlich über den Verteilerkreis auf die Südautobahn (A2) in Fahrtrichtung Graz. Dort erreichte der Pkw Geschwindigkeiten von bis zu 230 km/h. Im Bereich der Ausfahrt IZ Süd/Nord wechselte der Lenker bei weiterhin hoher Geschwindigkeit abrupt mehrere Fahrstreifen und querte den gesamten Fahrbahnbereich zwischen fahrenden Fahrzeugen. Mehrere Verkehrsteilnehmer mussten sofort abbremsen und Ausweichmanöver durchführen. Dadurch dürfte ein folgenschwerer Verkehrsunfall mit einer Vielzahl an Beteiligten nur knapp verhindert worden sein.
Die Verfolgung wurde im Industriegebiet fortgesetzt. Dort missachtete der Lenker erneut rote Ampeln. Auf dem Firmengelände eines Autohauses gelang es Einsatzkräften der Polizeiinspektionen Kopernikusgasse und Viktor-Christ-Gasse schließlich, dem Pkw den Fluchtweg zu versperren. Der Lenker wich daraufhin über einen Feldweg aus und kollidierte ungebremst mit einem Zaun. Der Pkw kam aufgrund der Beschädigungen zum Stillstand und war nicht mehr fahrfähig.
Der Lenker, ein 39-jähriger Staatsangehöriger der Russischen Föderation, sowie zwei Mitfahrer wurden vorläufig festgenommen. Beim 39-Jährigen wurde eine Alkoholisierung von 0,44 Promille festgestellt. Zudem bestand der Verdacht einer Suchtgiftbeeinträchtigung. Eine amtsärztliche Untersuchung verweigerte der Mann allerdings. Darüber hinaus stellten die Beamten fest, dass für den Pkw keine aufrechte Zulassung bestand. Gegen den 39-Jährigen lagen zudem offene Verwaltungsstrafen in Höhe von rund 22.000 Euro vor. Weiters wurde ein Joint sichergestellt.
Auf sein Verhalten angesprochen, gab der 39-Jährige an, er sei ein "absoluter Rennchampion". Zudem zeigte er sich überrascht über die Fahrleistung der Polizei und erklärte, nicht damit gerechnet zu haben, an diesem Tag eingeholt zu werden.
Der 39-Jährige wurde wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung, des unbefugten Gebrauchs von Fahrzeugen (ein Zusammenhang mit dem Zulassungsbesitzer konnte nicht hergestellt werden) sowie zahlreicher verkehrsrechtlicher Übertretungen angezeigt.
Zeugenaufruf:
Im Zuge der Fluchtfahrt kam es zu zahlreichen gefährlichen Fahrmanövern, bei denen mehrere Verkehrsteilnehmer zu Brems- und Ausweichmanövern gezwungen wurden bzw. sich Passanten in Sicherheit bringen mussten. Personen, die durch die Fahrweise des 39-jährigen Pkw-Lenkers gefährdet wurden, werden ersucht, sich beim Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Margareten unter der Telefonnummer 01/31310 DW 55226 zu melden.


Quelle: LPD Wien



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