Österreich: Fußball-WM - Task-Force zieht erfolgreiche Bilanz

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© jarmoluk, pixabay.com
20 Jul 20:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Reibungsloser Einsatz bei der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 – umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen für Spieler, Betreuerstab und Fans

Nach mehr als 100 Spielen und dem Abschluss der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA zieht das Bundesministerium für Inneres (BMI) gemeinsam mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) sowie den Partnern ÖFB, ORF und Sports Media Austria (SMA) eine positive Bilanz.

Die interministerielle Task-Force, die von Gruppenleiter Günther Marek in enger Abstimmung mit der Bundespolizeidirektion geleitet wurde, koordinierte den operativen Einsatz. Sowohl an den Spielorten rund um die Spiele der österreichischen Nationalmannschaft als auch sämtliche Public-Viewing-Veranstaltungen in Österreich verliefen ohne nennenswerte sicherheitsrelevante Vorfälle.

Am 20. Juli 2026 wurde die Bilanz präsentiert sowie der langjährige Gruppenleiter für Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsmanagement und Sportangelegenheiten, Günther Marek, von Innenminister Gerhard Karner in den Ruhestand verabschiedet.

Für Innenminister Gerhard Karner zeigte der reibungslose Ablauf der Fußball-WM die hohe Qualität der internationalen Polizei-Zusammenarbeit: „Die bei der WM eingesetzten österreichischen Polizisten haben hervorragende Arbeit geleistet. Die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Sicherheitsbehörden und den Einsatzkräften vor Ort hat ausgezeichnet funktioniert. Dadurch wurde die Sicherheit für die mitgereisten Fans und Spieler sowie den Betreuerstab des Nationalteams sichergestellt.“

Josef Pröll, ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender, hob die zentrale Rolle der Task-Force hervor: „Die Task-Force hat bei der FIFA-WM eine zentrale Rolle für den ÖFB und die tausenden Fans vor Ort in den USA eingenommen. Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir uns jederzeit hervorragend begleitet und unterstützt gefühlt haben. Besonders freut mich, dass unsere Fans das Nationalteam nicht nur großartig unterstützt, sondern Österreich auch als sympathische und leidenschaftliche Fußballnation repräsentiert haben. Mein herzlicher Dank im Namen des ÖFB gilt allen Beteiligten, die mit großem Engagement an diesem Projekt gearbeitet haben.“

Bernhard Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH, bestätigte die hohe Qualität der Zusammenarbeit: „Die operative Zusammenarbeit innerhalb der Task-Force hat vor und während der gesamten Weltmeisterschaft hervorragend funktioniert. Klare Zuständigkeiten, kurze Kommunikationswege und der laufende Austausch aller beteiligten Stellen haben es ermöglicht, dass wir uns voll auf die Betreuung unserer Mannschaft und unserer Fans konzentrieren konnten. Die österreichischen Polizeibeamten vor Ort waren dabei eine wertvolle Ergänzung zu den FIFA-Sicherheitsstrukturen und eine wichtige Schnittstelle zu den österreichischen sowie lokalen Behörden. Gerade nach den intensiven Diskussionen im Vorfeld der WM hat sich gezeigt, wie essenziell die umfassende Vorbereitung und das enge Zusammenspiel aller Partner waren."

Gruppenleiter Günther Marek verwies auf die monatelange, akribische Vorbereitungsphase und das engmaschige Informationsnetzwerk der beteiligten Institutionen: „Ein solches Turnier über drei Nationalstaaten hinweg verlangt abgestimmte, interministerielle Prozesse in Echtzeit. Durch die enge Kooperation von Innenministerium, Außenministerium, ÖFB, ORF und Sports Media Austria ist es uns gelungen, eine lückenlose Informationskette zu etablieren. Wir haben eine zentrale Plattform geschaffen, die präventiv gewirkt und im Anlassfall sofortige, koordinierte Reaktionen ermöglicht hat. Diese strukturierte Zusammenarbeit stellt einen Meilenstein für die Steuerung komplexer internationaler Großveranstaltungen dar.“

In Hinblick auf die ministerienübergreifende Zusammenarbeit ergänzte Marek: „Das Außenministerium hat eine wichtige Rolle gespielt. Umso erfreulicher ist, dass es im gesamten Verlauf zu keinen konsularischen Vorfällen mit österreichischen Staatsbürgern kam. Ich bedanke mich herzlich bei allen Task-Force-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern und Partnern für die gute, langjährige Zusammenarbeit.“

Peter Scheibner, Leiter der Abteilung für polizeiliche Sondereinsätze, erläuterte die tief verwurzelte Struktur der Task-Force, die sich bereits bei früheren Großereignissen wie Olympia oder Europameisterschaften bewährt hat: „Die Task-Force war auch diesmal ein Erfolgsmodell für eine effektive Zusammenarbeit zur Gewährleistung der Sicherheit des ÖFB-Teams und der österreichischen Fans.“

Maßgeschneiderter Schutz für Nationalteam und Fans

Durch das engmaschige Informationsnetzwerk zwischen dem nationalen Lagezentrum in Wien, den entsandten Experten im International Police Cooperation Center (IPCC) in den USA, dem Außenministerium sowie dem operativen Team vor Ort konnten die Lageentwicklungen in Echtzeit verarbeitet und weitergeleitet werden.

Als direkter polizeilicher Ansprechpartner begleitete Brigadier Ernst Albrecht das Nationalteam im Base Camp in Santa Barbara sowie an den Spielorten. Er betonte die Herausforderungen des Einsatzes, bei dem die unterschiedlichen Bedürfnisse von FIFA, US-Behörden und Fans koordiniert werden mussten.

Ebenso erfolgreich gestaltete sich die Zusammenarbeit im Bereich der Medienbetreuung: Der eigens eingerichtete Direktkanal für akkreditierte österreichische Medienvertreterinnen und Medienvertreter stellte in Kooperation mit der Sportjournalistenvereinigung Sports Media Austria (SMA) und dem ORF sicher, dass die Berichterstattung vor Ort reibungslos und sicher funktionierte.

Würdigung für Gruppenleiter Günther Marek

Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Weltmeisterschaft ging auch das letzte große sportliche Einsatzprojekt von Gruppenleiter Günther Marek zu Ende. Marek wird mit September 2026 in den Ruhestand treten.

Seine Laufbahn im öffentlichen Dienst begann 1985 als Polizeijurist. Er zeichnete seither für wesentliche Meilensteine des Ressorts verantwortlich: vom Aufbau des Aufbaustabes für den Zentralen Kriminalpolizeilichen Dienst sowie der federführenden Konzeption der zentralen Kriminalpolizeilichen Assistenzdienste (Observation, verdeckte Ermittlung, Computerkriminalität) im Bundeskriminalamt über die Etablierung der modernen Rechtsinstrumente im Sicherheitspolizeigesetz (Gefährderansprache, Meldeverpflichtung).

Ein Meilenstein war seine Rolle als operativer Projekt- und Einsatzleiter des BMI-Stabs bei der EURO 2008. Auch war er Vizepräsident des ständigen Unterausschusses des Europarates gegen Gewalt bei Sportveranstaltungen und leitete während der österreichischen EU-Präsidentschaft die europäische Expertengruppe für Sicherheit bei Sportgroßveranstaltungen.

Seit September 2016 leitet er die Gruppe I/C. Im Laufe seiner Karriere leitete er sechs interministerielle Task-Forces bei internationalen Sportgroßereignissen. Innenminister Gerhard Karner sprach Günther Marek seinen Dank aus.



Redaktion Salzburg

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