Wien: Gemeinsames Gedenken für die verstorbenen Bauarbeiter in der Porzellangasse
Gedenkveranstaltung am Alsergrund mit Vertreter*innen aus Politik, Gewerkschaft, Kirche und Zivilgesellschaft
Am Samstag, dem 21. März 2026, gedachten am Bauernfeldplatz im 9. Wiener Gemeindebezirk Vertreter*innen aus Politik, Gewerkschaft, Kirche und der Zivilgesellschaft den vier Bauarbeiter, die am 17. März 2026 bei einem tragischen Unfall auf einer Baustelle in der Porzellangasse ums Leben gekommen sind.
Zahlreiche Menschen nahmen an der Gedenkfeier, die von der Bezirksvorstehung Alsergrund, der Pfarrerin Katharina Payk (Evangelische Hochschulgemeinde) und dem Pfarrer Stefan Fleischner-Janits von der Messiaskapelle organisiert wurde, teil und setzten ein Zeichen der Solidarität mit den Angehörigen sowie den Kolleginnen und Kollegen der Verstorbenen. In stillem Mitgefühl wird auch an den schwer verletzten Bauarbeiter gedacht, der sich aktuell noch im Krankenhaus befindet.
„Der tödliche Unfall auf der Porzellangasse hat vier Menschen direkt aus unserer Mitte gerissen. Dieser Verlust ist unermesslich, und unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien, Freund*innen und Kolleg*innen. Dieses Gedenken ist ein Moment des Zusammenhalts – ein Zeichen, dass wir als Gemeinschaft im Bezirk die Trauer teilen und die Opfer nicht vergessen“, betont Bezirksvorsteherin Saya Ahmad.
„Vier tote Bauarbeiter – das erschüttert uns alle zutiefst. Unsere Gedanken sind bei den Familien, Freunden und Kolleg:innen der Opfer. Jeder Unfall am Bau ist einer zu viel. Umso wichtiger ist jetzt eine lückenlose Aufklärung – ohne Spekulation und bis ins letzte Detail. Aus solchen Tragödien müssen wir lernen und alles daransetzen, sie künftig zu verhindern. Wir müssen alles unternehmen, damit Bauarbeiter:innen am Abend wieder gesund nach Hause kommen. Und eines ist dabei klar: Zeit oder Geld dürfen niemals über Menschenleben stehen“, sagte Christian Ringseis, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft BAU-HOLZ Wien.
Auch Vertreter*innen der Kirche begleiteten das Gedenken am Alsergrund. Stefan Fleischner-Janits, Pfarrer der Evangelischen Messiaskapelle Alsergrund, erklärte: „Der schwere Unfall auf der Baustelle in der Porzellangasse macht uns alle hier sehr betroffen. Mit unseren Gedanken sind wir bei den Angehörigen der tödlich verunglückten Opfer sowie bei dem Mann, der derzeit noch im Krankenhaus liegt. Mit dem gemeinsamen Gedenken wollen wir dem Schock und der Trauer einen Ort geben.“
Katharina Payk, Evangelische Hochschulpfarrerin am Alsergrund, ergänzte: „Als Seelsorgerin, aber auch als Teil der 'Grätzl-Community' werde ich auf den tragischen Unfall angesprochen, der vier Menschen das Leben gekostet hat und einen schwer verletzt. Wenn so etwas Schlimmes passiert, können auch Einsatzkräfte, Helfende und Nachbarn traumatisiert werden. Die Menschen brauchen Raum für die Trauer und die Erschütterung. Auch dafür soll das Gedenken sein.“
Die Gedenkveranstaltung setzte ein sichtbares Zeichen des Zusammenhalts im Bezirk und darüber hinaus.
Quelle: Stadt Wien
