Großbrand auf Schrottplatz in Essen - Rauchentwicklung zieht über das östliche Ruhrgebiet
ots/Feuerwehr Essen
Essen-Katernberg, Emscherstraße, 24.02.2026, 4:45 Uhr (ots) -
In den frühen Morgenstunden ist es auf einem Schrottplatz an der Emscherstraße in Essen-Katernberg zu einem Großbrand gekommen. Um 4.45 Uhr meldeten mehrere Anrufer Feuerschein auf dem Gelände - an gleicher Stelle hatte es bereits am Osterwochenende 2025 einen arbeitsintensiven Großbrand gegeben.
Die Einsatzkräfte der nahegelegenen Feuerwache Altenessen bestätigten die Meldung nach kürzester Zeit, sodass umgehend zahlreiche weitere Kräfte zur Einsatzstelle alarmiert wurden. Vor Ort war ein größerer Schrottberg in Brand geraten. In der Folge kam es zu einer massiven Rauchentwicklung. Sofort wurden umfangreiche Löschmaßnahmen eingeleitet. Zur Brandbekämpfung kamen unter anderem Wasserwerfer sowie Strahlrohre über mehrere Drehleitern zum Einsatz. Aufgrund der intensiven Rauchentwicklung entschied die Einsatzleitung, die Bevölkerung über verschiedene Kanäle des Warnmittelmixes zu informieren. Gegen 6.00 Uhr wurde die Warn-App NINA ausgelöst.
Die Rauchwolke breitete sich nordöstlich aus und zog über die Essener Stadtgrenze hinweg bis nach Gelsenkirchen, Herne, Bochum und sogar Dortmund. Die Leitstellen der Feuerwehren in den betroffenen Nachbarstädten informierten ihrerseits ebenfalls über das Brandereignis in Essen.
Durch die umfangreiche Unterstützung des Betreibers des Schrottplatzes konnten frühzeitig Schrottgreifbagger eingesetzt werden. Diese zogen den brennenden Schrott auseinander, sodass die getrennten Bereiche gezielt abgelöscht und ein Übergreifen auf größere Teile des Schrottbergs verhindert werden konnte. Nach rund drei Stunden war das Feuer unter Kontrolle. Im Anschluss wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt.
Die Umweltschutzeinheit der Essener Feuerwehr setzte mehrere Messfahrzeuge ein, die entlang der Rauchausbreitung Schadstoffmessungen durchführten. Glücklicherweise konnten keine erhöhten Schadstoffwerte nachgewiesen werden. Das Umweltamt der Stadt Essen wurde zur Beurteilung der sich anschließenden Umweltgefahren hinzugezogen. Gemeinsam mit dem ebenfalls alarmierten Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) wurden Abklatschproben in der Umgebung genommen, die im Anschluss ausgewertet werden.
Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar. Zur Sicherstellung der Wasserzufuhr wurde ein Wasserfördersystem der Freiwilligen Feuerwehr nachgefordert. Zur kontinuierlichen Lagebeobachtung setzte die Umweltschutzeinheit außerdem ihre Spezialdrohnen ein, die den Einsatz aus der Luft begleiteten und Lagebilder in Echtzeit lieferten.
In der Spitze waren rund 100 Feuerwehreinsatzkräfte im Stadtgebiet gebunden. Mehrere Freiwillige Feuerwehren unterstützten sowohl an der Einsatzstelle als auch durch das Nachbesetzen verwaister Wachen, um den Grundschutz im Stadtgebiet aufrechtzuerhalten.
Was den Großbrand ausgelöst hat, ermittelt jetzt die Polizei Essen. Für die Dauer des Einsatzes wurde die Emscherstraße voll gesperrt.
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