Flotwedel: Großbrand bei Recyclingbetrieb in Eicklingen - Rund 150 Einsatzkräfte im stundenlangen Einsatz

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Foto: Dominik Völz
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27 Jän 19:46 2026 von Presseportal.de Print This Article

Eicklingen (ots) -

In den frühen Morgenstunden des 27.01.2025 ist es gegen 05:15 Uhr im Ludwig-Erhard-Ring in Eicklingen zu einem Brand bei einem plastikverarbeitenden Recyclingbetrieb gekommen. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Eicklingen und Sandlingen war deutlicher Feuerschein im Dachbereich einer Recyclinghalle zu erkennen. Nach ersten Erkundungen konnte festgestellt werden, dass sich das Feuer rasch im Innenraum der Halle und deren Dach ausbreitete. Unverzüglich wurden hierauf mehrere Alarmstufenerhöhungen durchgeführt, sodass um 05:50 Uhr die höchste Alarmstufe "Brand 4" alarmiert wurde.

Das Feuer konzentrierte sich vor allem auf im Gebäude befindlichen Plastikmüll, welcher dort recycelt wird, mehrere Lagerbunker im Innenraum, Maschinen sowie den Dachbereich. Erschwert wurde der Einsatz durch auf dem gesamten Dach installierte Photovoltaikanlagen sowie im Gebäude befindliche Druckluftbehälter. Aufgrund der Größe der Halle und der Komplexität der Lage wurde zur Erkundung unter anderem die Drohne der Ortsfeuerwehr Bröckel eingesetzt. Zur Verhinderung einer Brandausbreitung wurde zudem eine Riegelstellung zu einem angrenzenden Lagergebäude aufgebaut. Der Einsatz wurde in insgesamt vier Abschnitte gegliedert.

Im Einsatzverlauf kamen insgesamt zwei Drehleitern, eine Hubrettungsbühne, mehrere handgeführte Strahlrohre sowie ein Monitor zum Einsatz. Die Löschwasserversorgung stellte aufgrund der hohen Brandlast und des massiven Kräfte- und Mitteleinsatzes eine besondere Herausforderung dar und wurde über insgesamt fünf Löschwasserentnahmestellen sichergestellt. Nach etwa drei Stunden konnte gegen 08:00 das Feuer im Außenbereich so weit gelöscht werden, dass eine Erkundung des Innenraumes möglich wurde. Hierbei kam unter anderem ein Fachberater des THW zum Einsatz, der die Statik des Hallendachs beurteilte und bestätigte, dass die Halle weiterhin betreten werden konnte.

Im weiteren Verlauf kamen mehrere Atemschutztrupps im Innenangriff zum Einsatz, die sich der Brandbekämpfung an den beaufschlagten Produktionsmaschinen annahmen. Das Ausfindigmachen von Glutnester in den Recyclinganlagen gestaltete sich durch starke Brandbeaufschlagung des Innenraums als kräfteintensiv. Für die Nachlöscharbeiten mussten diverse Maschinen und Förderleitungen im Innenraum gewaltsam geöffnet und mit Löschwasser geflutet werden.

Eine Herausforderung stellte das anfallende Löschwasser dar, das durch das Rückhaltesystem des Geländes auf diesem aufgefangen wurde und aufgrund der Witterung auf dem Gelände teilweise zu gefrieren begann. Zur Beurteilung der Lage und zur Koordinierung der weiteren Maßnahmen wurde unter anderem der zuständige Abwasserverband und eine Fachfirma zur Entsorgung des Wassers in den Einsatz eingebunden. Aufgrund der Witterungsverhältnisse wurde die Einsatzstelle und der umliegende Bereich durch den Bauhof der Samtgemeinde Flotwedel fortlaufend von Schnee beräumt und gestreut.

Verletzt wurde nach Kenntnissen der Feuerwehr niemand. Zur Brandursache und Schadenshöhe können keine Angaben gemacht werden.

An der Einsatzstelle eingesetzt waren rund 150 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Eicklingen, Langlingen, Bröckel, Sandlingen, Wienhausen, Offensen, Bockelskamp, Oppershausen; die Ortsfeuerwehr Wathlingen unterstützte mit einer Hubrettungsbühne und die Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache mit zwei Drehleitern und der Führungsgruppe Einsatzleitung. Die Einsatzkräfte wurden durch die Johanniter-Unfall-Hilfe und den Arbeiter-Samariter-Bund mit Warm- und Kaltgetränken, sowie warmen und kalten Speisen versorgt. Die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises Celle unterstützte den Einsatz mit der Anlieferung und Bereitstellung von Atemschutztechnik; über den gesamten Einsatzverlauf wurden 54 Atemschutzgeräte genutzt, was 27 eingesetzten Trupps entspricht. Ebenfalls befanden sich der zuständige Energieversorger, der Rettungsdienst zur Absicherung der Einsatzkräfte und die untere Wasserbehörde im Einsatz.

Nach insgesamt über 10-stündigen Löschmaßnahmen konnte der Einsatz um 15:22 Uhr für die letzten Einsatzkräfte beendet werden.


Quelle: Original-Content von: Feuerwehr Flotwedel, übermittelt durch news aktuell



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