Salzburg: Kunstvolle Opernfiguren ziehen im Sommer auf den Residenzplatz

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LHF-Stv. Stefan Schnöll, Bgm. Bernhard Auinger, Direktorin Andrea Stockhammer, Walter Smerling (Leiter der Stiftung Kunst und Kultur e.V., Bonn), und Festspielpräsidentin Kristina Hammer nach dem Pressegespräch.
Foto: DomQuartier/Leopold
14 Apr 04:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Stephan Balkenhols Installation „Là ci darem la mano“ bringt zeitgenössische Kunst in die Altstadt

(HP) Sie waren der heimliche Star des vergangenen Festspielsommers - die fünf monumentalen Frauenköpfe der Kunstinstallation „Secret Garden“ begeisterten Einheimische ebenso wie Gäste. Die Stiftung Kunst und Kultur e.V. Bonn wurde von Land und Stadt eingeladen, um im heurigen Sommer erneut zeitgenössische Kunst in der Altstadt zu realisieren. Der deutsche Bildhauer Stephan Balkenhol arbeitet derzeit an Figuren aus der Opernwelt, die ab 25. Juli am Residenzplatz zum Leben erweckt werden sollen.

Der Arbeitstitel der Kunstinstallation von Stephan Balkenhol lautet „Là ci darem la mano“ und bedeutet auf Deutsch „dort werden wir uns die Hände reichen“. Die Figuren am Residenzplatz sollen zu Bürgern der Stadt werden und universelle menschliche Themen wie Liebe, Schuld, Macht und Eifersucht diskutieren. Parallel zur Installation am Residenzplatz werden Skulpturen von Balkenhol aus dem Themenkreis der Opernwelt in den Prunkräumen des DomQuartiers präsentiert. Die Termine des Kunstprojekts im Überblick:

  • 25. Juli bis 5. September am Residenzplatz
  • 27. Juli bis 6. Oktober in den Prunkräumen der Residenz

Schnöll: „Kunst muss erlebbar sein.“

„Kunst im öffentlichen Raum ist nicht nur ein Ausdruck unserer kulturellen Identität, sondern auch ein Spiegel unserer gesellschaftlichen Werte. Kunst muss nicht erklärt werden, sie muss erlebbar sein. Umso wichtiger ist es, dass sie niederschwellig und mitten im Alltag der Menschen frei zugänglich ist“, hebt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll die Wichtigkeit des Projekts hervor. Stephan Balkenhol ist für Salzburg kein unbekannter Künstler. Von ihm stammt das Werk „Sphaera“ am Kapitelplatz, im Volksmund auch die „goldene Kugel“ genannt.

Kulturstandort braucht Förderer

„Mit der Initiative versuchen wir bewusst, Salzburg neben den Festspielen auch auf der Weltbühne der bildenden Kunst zu platzieren. Doch dieses Engagement wäre ohne die großzügige Unterstützung privater Förderer nicht realisierbar. Nur gemeinsam können wir eine Umgebung schaffen, die inspiriert, verbindet und zum Nachdenken anregt“, so Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll, der in diesem Zusammenhang der Stiftung Kunst und Kultur e.V. Bonn ausdrücklich dankt.

Vielseitige Kunst- und Kulturstadt

Der Bürgermeister der Stadt Salzburg, Bernhard Auinger, sagt: „Nach dem großen Erfolg von Jaume Plensas Secret Garden im vergangenen Jahr zeigt Salzburg auch 2026, dass es eine vielseitige Kunst- und Kulturstadt ist. Stephan Balkenhols Opernfiguren holen das musikalische Erbe der Festspiele mitten in unseren Alltag auf den Residenzplatz – und machen sichtbar, wie lebendig und zukunftsgewandt Salzburg Kunst im öffentlichen Raum weiterdenkt. Vielen Dank an alle Beteiligten, die wieder für eine perfekte Abwicklung des Kunstprojektes sorgen werden.“

Freiräume für Wahrnehmung und Dialog

Professor Walter Smerling von der Stiftung Kunst und Kultur e.V. Bonn betont: „Kunst im öffentlichen Raum begegnet dem Menschen dort, wo das Leben stattfindet. Werke im öffentlichen Raum können intensive Auseinandersetzung auslösen und zum Nachdenken anregen, aber auch nur beiläufiges Erhaschen bedeuten – dies ist immer abhängig vom jeweiligen Moment der eigenen Perspektive. Somit werden Freiräume für Wahrnehmung, Dialog und Reflexion geschaffen. Das kann nur Kunst für alle bewirken, die offen, direkt und mit freiem Eintritt zugänglich ist.“

Zeitgenössische Kunst in den Prunkräumen

Die Direktorin des DomQuartiers, Andrea Stockhammer, freut sich, dass mit Skulpturen von Stephan Balkenhol aus dem Themenkreis der Opernwelt wieder zeitgenössische Kunst in die Prunkräume der Residenz einziehen wird. „Zumal im Carabinierisaal die erste Oper nördlich der Alpen aufgeführt wurde und Mozart hier seinen Arbeitsplatz hatte. Der Brückenschlag zu Balkenhols Figurenreigen auf dem Residenzplatz ist dabei besonders reizvoll, zumal der Platz zur Zeit der Fürsterzbischöfe Ort großer künstlerischer Inszenierungen war, in denen auch die breite Öffentlichkeit ihren Platz gefunden hat.“

Verbindung zwischen Gegenwart und Geschichte

„Kunst im öffentlichen Raum lebt vom Unerwarteten – von jenen Momenten, die uns im Alltag innehalten lassen und neue Perspektiven eröffnen. Mit seinen klaren, würdevollen Figuren bringt Stephan Balkenhol genau diese stille Irritation an den Residenzplatz und macht ihn zu einem Ort der lebendigen Auseinandersetzung. So wird mitten in Salzburg erfahrbar, was Kunst im öffentlichen Raum leisten kann: Sie stellt Fragen, schafft Begegnung und verbindet Gegenwart mit Geschichte“, so die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Kristina Hammer.

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Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260413_91 (msc/bk)


Quelle: Land Salzburg



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