Tirol: LHStv Wohlgemuth - „Weitere 84 Mio. Euro für leistbares und nachhaltiges Wohnen“

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Das Land Tirol hat im dritten Quartal 2026 weitere 84 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung zugesichert.
Copyright: Land Tirol/Wurnig
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LHStv Wohlgemuth: „Die Wohnbauförderung ist eines unserer stärksten Instrumente, um Wohnen in Tirol leistbar zu halten. Mit weiteren 84 Millionen Euro unterstützen wir die Schaffung von neuem Wohnraum und investieren gleichzeitig kräftig in unseren Gebäudebestand. Das entlastet die Menschen, sichert Investitionen in allen Tiroler Bezirken und stärkt die heimische Bauwirtschaft.“
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25 Sep 17:00 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Kuratorium für Wohnbauförderung zieht Bilanz: Förderungszusicherungen Juli bis September 2026: 84 Millionen Euro für Neubau und Sanierung

  • Davon 20 Millionen Euro für nachhaltige Sanierungen vorgesehen
  • Freigabe weiterer Großbauvorhaben mit Förderungsvolumen von 51 Millionen Euro
  • Wohnbauförderung forciert künftig noch mehr Nachhaltigkeit

Leistbaren Wohnraum schaffen, bestehende Gebäude sanieren und gleichzeitig den Energieverbrauch dauerhaft senken: Das Land Tirol hat im dritten Quartal 2026 weitere 84 Millionen Euro aus der Wohnbauförderung zugesichert. In ihrer jüngsten Sitzung gestern, Dienstag, zog das Kuratorium für Wohnbauförderung unter dem Vorsitz von Wohnbaureferent LHStv Philip Wohlgemuth Bilanz über die Förderungen im vergangenen Quartal: Im Zeitraum von Juli bis September wurden für Neubauvorhaben rund 64 Millionen Euro und für Sanierungen rund 20 Millionen Euro zugesichert. Zudem gab das Kuratorium 51 Millionen Euro für objektgeförderte Großbauvorhaben in Tirol frei.

„Die Wohnbauförderung ist eines unserer stärksten Instrumente, um Wohnen in Tirol leistbar zu halten. Mit weiteren 84 Millionen Euro unterstützen wir die Schaffung von neuem Wohnraum und investieren gleichzeitig kräftig in unseren Gebäudebestand. Das entlastet die Menschen, sichert Investitionen in allen Tiroler Bezirken und stärkt die heimische Bauwirtschaft“, betont LHStv Wohlgemuth.

Sanieren, Energie sparen, Wohnkosten senken

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sanierung des bestehenden Wohnraums. Allein im dritten Quartal wurden dafür Förderungen in Höhe von rund 20 Millionen Euro zugesichert. Unterstützt werden unter anderem bessere Dämmungen und Hitzeschutzmaßnahmen, effizientere Heizsysteme sowie der Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Damit werden nicht nur Gebäude langfristig aufgewertet, sondern auch Energieverbrauch und laufende Wohnkosten reduziert. Das ist auch mit Blick auf Tirols Ziel der Energieautonomie bis 2050 von Bedeutung. Rund 45 Prozent des Gesamtenergiebedarfs entfallen auf den Gebäudesektor. Für Wohlgemuth liegt deshalb gerade im Bestand großes Potenzial: „Die günstigste Energie ist jene, die wir gar nicht erst verbrauchen. Wenn wir Gebäude besser dämmen, Heizsysteme erneuern und bestehenden Wohnraum umfassend sanieren, profitieren die Bewohnerinnen und Bewohner durch geringere Energiekosten und gleichzeitig das Klima. Die Wohnbauförderung ist damit auch ein wichtiger Hebel für die Energiewende.“

Wohnbauförderung wird bis 2027 weiterentwickelt

Diesen Weg will das Land mit der Weiterentwicklung der Wohnbauförderung bis 2027 konsequent fortsetzen. Geplant sind unter anderem einfachere Förderbestimmungen und eine zielgerichtete Weiterentwicklung der Zuschüsse. Gleichzeitig sollen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung noch stärker berücksichtigt werden. So sollen künftig auch Rückbaukonzepte und damit die Wiederverwendung und das Recycling von Baustoffen stärker in den Fokus rücken.

„Wohnbauförderung muss beides leisten: Wohnen für die Menschen leistbar halten und dafür sorgen, dass wir heute so bauen und sanieren, dass es auch morgen noch sinnvoll ist. Deshalb entwickeln wir unsere Förderungen weiter – einfacher in der Anwendung, zielgerichteter und mit einem noch stärkeren Blick auf Energie- und Ressourceneffizienz“, erklärt Wohlgemuth.

Förderungen beantragen

Ansuchen für Wohnbauförderung, Wohnhaussanierung und Wohnbeihilfen (für Eigentumswohnungen) können in den Bezirken Imst, Landeck, Lienz, Kufstein, Kitzbühel, Reutte und Schwaz bei der jeweils zuständigen Bezirkshauptmannschaft gestellt werden. Für Ansuchen für den Bezirk Innsbruck-Land, für Neubauansuchen für das Stadtgebiet Innsbruck sowie für Wohnbeihilfeansuchen für Mietwohnungen ist die Abteilung Wohnbauförderung im Amt der Tiroler Landesregierung zuständig. Ansuchen für Sanierungen sowie Anträge auf Mietzins- und Annuitätenbeihilfe in der Stadt Innsbruck sind beim Stadtmagistrat einzubringen.

Alle Anträge sowie weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten sind auf der Website des Landes unter www.tirol.gv.at/wohnbau abrufbar.


Factbox: Wohnbauförderung

Zugesicherte Förderungen Juli bis September 2026

Stadt Innsbruck: 10,6 Millionen Euro

  • Neubau: 7,5 Millionen Euro
  • Sanierung: 3,1 Millionen Euro

Bezirk Innsbruck-Land: 15,7 Millionen Euro

  • Neubau: 10,8 Millionen Euro
  • Sanierung: 4,9 Millionen Euro

Bezirk Imst: 6,5 Millionen Euro

  • Neubau: 5,1 Millionen Euro
  • Sanierung: 1,4 Millionen Euro

Bezirk Kitzbühel: 10,3 Millionen Euro

  • Neubau: 9 Millionen Euro
  • Sanierung: 1,3 Millionen Euro

Bezirk Kufstein: 15,5 Millionen Euro

  • Neubau: 13 Millionen Euro
  • Sanierung: 2,5 Millionen Euro

Bezirk Landeck: 3 Millionen Euro

  • Neubau: 2,2 Millionen Euro
  • Sanierung: 800.000 Euro

Bezirk Lienz: 8 Millionen Euro

  • Neubau: 5,8 Millionen Euro
  • Sanierung: 2,2 Millionen Euro

Bezirk Reutte: 5,5 Millionen Euro

  • Neubau: 4,5 Millionen Euro
  • Sanierung: 1 Millionen Euro

Bezirk Schwaz: 8,7 Millionen Euro

  • Neubau: 5,8 Millionen Euro
  • Sanierung: 2,9 Millionen Euro

Gesamt: 83,8 Millionen Euro

Objektförderung – freigegebene Großbauvorhaben (Fördersumme pro Bezirk)

  • Innsbruck-Land: 30,7 Millionen Euro
  • Kufstein: 18,3 Millionen Euro
  • Reutte: 2 Millionen Euro

Gesamt: 51 Millionen Euro


Quelle: Land Tirol



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