Lange Nacht der Forschung in Niederösterreich

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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf laden zur Landen Nacht der Forschung in Niederösterreich am 24. April ein.
© NLK Burchhart
29 Mär 15:15 2026 von Redaktion International Print This Article

LH Mikl-Leitner/LH-Stv. Pernkopf: Wir wollen den Menschen die Welt der Wissenschaft näherbringen und Forschung greifbar machen

Am 24. April 2026 findet wieder das österreichweit größte Event für Wissenschaft und Forschung statt. Bei der Langen Nacht der Forschung öffnen im ganzen Land Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen sowie forschende Unternehmen ihre Türen und ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen. In Niederösterreich kann an 34 Standorten bei über 300 Stationen von mehr als zirka hundert Institutionen Spannendes über die unterschiedlichen Forschungsfelder entdeckt werden. Bei freiem Eintritt tauchen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die niederösterreichische Welt der Wissenschaft ein.

„In Niederösterreich hat Spitzenforschung einen festen Platz. Die Lange Nacht der Forschung macht für alle Interessierten sichtbar, woran unsere Forschungseinrichtungen aktuell arbeiten und welche Innovationen hier entstehen. Ein wichtiges Anliegen ist es uns, jungen Menschen die Welt der Wissenschaft näherzubringen und sie für eine Karriere in Forschung und Technik zu begeistern. Denn nur mit Forschergeist und innovativen Ideen schaffen wir die beste Zukunft für unsere Kinder“, erläutert Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

„Die Lange Nacht der Forschung zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und praxisnah in Niederösterreich geforscht wird. Mit Maßnahmen wie dem Forschungsfest, der Science Academy oder dem Science Center in Tulln haben wir in den vergangenen Jahren wichtige Impulse gesetzt, um Wissenschaft für die Menschen erlebbar zu machen. Genau dieses Verständnis von Offenheit und Zugänglichkeit spiegelt sich auch in den zahlreichen Stationen der Langen Nacht wider: Forschung wird greifbar, verständlich und zeigt, welchen Beitrag sie leistet, um das Leben leichter und das Zusammenleben besser zu machen“, betont der für Wissenschaft zuständige LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Bei der Langen Nacht der Forschung in Niederösterreich – organisiert von der Abteilung Wissenschaft und Forschung des Landes NÖ und der Wirtschaftsagentur ecoplus – wartet ein vielfältiges Programm auf alle Wissenschaftsinteressierten. In Asparn an der Zaya, Baden, Melk, Klosterneuburg, St. Pölten, Ybbs-Persenbeug und an den ecoplus Technopolen in Krems, Tulln, Wiener Neustadt und Wieselburg können Besucherinnen und Besucher von 17 bis 23 Uhr bei Mitmachstationen selbst Experimente durchführen, faszinierenden Vorträgen lauschen und viele weitere Highlights mehr erleben.

Wer gerne mehr über die Arbeit von Archäologinnen und Archäologen erfahren möchte, sollte Asparn an der Zaya besuchen. Hier kann man selbst in die Rolle von Restauratorinnen und Restauratoren schlüpfen, lernen wie man das Alter archäologischer Funde bestimmt und was uns diese über das Leben in der Vergangenheit erzählen können.

In Baden und in Melk gibt die Pädagogische Hochschule einen Einblick in ihre Forschungsprojekte. An den Stationen in Baden kann man die Welt der Mathematik haptisch kennenlernen, durch Logik- und Brettspiele Computational Thinking entdecken oder über chemische Experimente staunen. Wer sich für das Programmieren oder Robotik interessiert, sollte die Stationen in Melk nicht verpassen.

Am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg wartet am VISTA Science Experience Center u.a. die Führung „Meet the Scientist“. Für Kinder und Familien gibt es ein abwechslungsreiches Mitmach-Programm, bei dem experimentiert, gerätselt und spielerisch geforscht wird. Im AstroLab kann man das Universum erkunden – hier können einfache Experimente zu Licht und Schwerkraft durchgeführt und ein eigenes Mini-Spektroskop gebastelt werden. Einen Blick in den Sternenhimmel bietet die Live-Schaltung zu Österreichs größten Spiegelteleskop am Leopold Figl – Observatorium.

In St. Pölten wartet ein vielfältiges Programm beim TechCenter der EGGER Holzwerkstoffe, am Campus St. Pölten, im Museum Niederösterreich und beim Standort der Katholischen Hochschule auf alle Wissbegierigen. Wer sich für Natur und Geschichte interessiert, sollte das Museum Niederösterreich besuchen. An der University of Applied Sciences St. Pölten (USTP) bringt die Wissenschaftsshow mit Elisabeth Oberzaucher von den Science Busters den Gästen Wissenschaft und Forschung auf unterhaltsame Weise näher. Zudem können Besucherinnen und Besucher im Steampunk-Mystery-Escape-Room testen, wie schnell sie die Ausbreitung eines Virus stoppen können.

Wie wird Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen? Diese Frage wird beim VERBUND Wasserkraftwerk Ybbs-Persenbeug beantwortet. Der Blick hinter die Kulissen zeigt, wie durch die Kraft der Donau Strom entsteht, 3D-Druck für Turbinen eingesetzt wird und Fischen der Aufstieg über das Kraftwerk erleichtert wird.

Am ecoplus Technopol in Krems liegt ein Fokus auf den Themen Gesundheit und Medizin. Alle angehenden Ärztinnen und Ärzte können ihre Fähigkeiten wie Blutabnehmen oder Wunden Nähen im Skills Lab der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften trainieren. Daneben kann man mehr darüber erfahren, wie Allergien entstehen, was Bouldern mit psychischer Gesundheit zu tun hat, wie ingenieurwissenschaftliche Methoden im medizinischen Bereich genutzt werden und welche Bedeutung die Qualität unseres Wassers für die Gesundheit hat.

Abwechslungsreiche Stationen bietet der ecoplus Technopol in Tulln. Themenschwerpunkte liegen hier auf Biotechnologie, Nachhaltigkeit und Klimawandel. Es werden unterschiedliche Verfahren gezeigt, wie aus vermeintlichem Abfall neue Materialien erzeugt werden, wie CO? selbst wiederverwendet werden kann und wie Pflanzen mit zunehmender Trockenheit umgehen. Zudem wird bei Live-Materialtests die Leistungsfähigkeit von neuen nachhaltigen Werkstoffen auf die Probe gestellt.

Luft- und Raumfahrtfans sind im ecoplus Technopol Wiener Neustadt richtig. Bei Diamond Aircraft Aviaticum warten Motorenmodelle, verschiedene Flugzeugtypen und das Material für den Flugzeugbau. Daneben gibt es Einblicke in die Schnittstelle von Forschung und Weltraumtechnik im ESA-Lab Austria. Studierende der FH entwickeln, fertigen und testen hier selbst Satelliten und die dafür notwendige Technologie.

Fragen zur Welt der Natur werden am ecoplus Technopol in Wieselburg behandelt. Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal präsentiert, wie Forschung im UNESCO-Weltnaturerbe aussieht. Darüber hinaus wird erklärt, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen könnte und was digitale Technologien damit zu tun haben. Wer in den Themenbereich Wasser eintauchen möchte, kann die Stationen des Bundesamtes für Wasserwirtschaft besuchen. Dort werden unter anderem verschiedene Bodenproben ausgestellt und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten Wasser zu speichern demonstriert.

Das detaillierte NÖ-Veranstaltungsprogramm und alle Informationen zu den teilnehmenden Forschungseinrichtungen, Institutionen und Unternehmen finden Sie unter: www.langenachtderforschung.at/noe


Quelle: Land Niederösterreich



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