München: Mit Metallstange gedroht - 31-Jähriger greift Bahnsicherheitsmitarbeiter und Bundespolizisten tätlich an

Slide background
Erst drohte ein 31-jähriger Eritreer DB-Sicherheitspersonal am Hauptbahnhof München mit einer Metallstange, dann versuchte er gegen Bundespolizisten zu schlagen und traf einen beim Spucken im Auge. Festnahme - Haftvorführung
ots/Bundespolizeidirektion München
14 Sep 13:31 2021 von Presseportal.de Print This Article

München (ots) - Ein 31-Jähriger, der der am Montag (13. September) einen Platzverweis bekam, bedrohte beim Hinausführen aus dem Hauptbahnhof Mitarbeiter der Deutsche Bahnsicherheit mit einer ca. 2 m langen Eisenstange. Nach seiner Festnahme widersetzte er sich Maßnahmen der Bundespolizei und bespuckte einen Beamten.

Die Leitstelle der Deutschen Bahn Sicherheit teilte gegen 06:50 Uhr mit, dass eine ihrer Streifen am Hauptbahnhof München eine bewaffnete Person davon abhält, auf Passanten loszugehen. Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung trafen Bundespolizisten einen 31-jährigen Eritreer in Bahnhofsnähe in der Seidlstraße an. Er wurde von DB-Security verfolgt und führte eine ca. 2 lange Metallstange mit sich. Der in Oberau, Lkr. Garmisch-Partenkirchen, wohnhafte Asylbewerber wurde festgenommen und zur Dienststelle verbracht.

Der 31-Jährige war bereits in der Nacht von der Bundespolizei mit einem Platzverweis belegt worden, da er Reisende anpöbelte und sich ohne Fahrschein und Reiseabsichten im Hauptbahnhof aufgehalten hatte. Als sich der Eritreer am Morgen abermals im Hauptbahnhof befand, wurde er von Mitarbeitern der Deutsche Bahn Sicherheit gem. "Hausrecht" des Hauptbahnhofs verwiesen. Darauf soll sich der Asylbewerber hochgradig aggressiv gegenüber den Bahn-Security gebärdet und diese attackiert sowie geschubst haben.

Im späteren Verlauf soll der 31-Jährige eine am Boden liegende, ca. 2m lange Metallstange (Halterung für Verkehrsschilder) aufgenommen, in bedrohliche Haltung gebracht haben und Schläge in Richtung der Sicherheitsmitarbeiter angedeutet haben. Im Zuge strafprozessualer Maß nahmen verweigerte der Eritreer die Mitarbeit bei polizeilichen Maßnahmen. Bei Durchsuchungsmaßnahmen versuchte er einen Beamten zweimal durch Kopfstöße zu verletzen. Der Beamte konnte jedoch beide Male ausweichen. Im Weiteren bespuckte der 31-Jährige einen anderen Beamten, der im Auge getroffen wurde und dieses mehrere Minuten ausspülen musste. Beide blieben unverletzt. Zudem beleidigte der Eritreer alle anwesenden Beamten.

Der 31-jährige Eritreer wird - nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I - heute dem Ermittlungsrichter wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidung vorgeführt.

Der Asylbewerber reiste erstmalig im September 2016 in das Bundesgebiet ein. Gegen ihn liegt seit Dezember ein Einreise- bzw. Aufenthaltsverbot, sowie seit Januar 2021 Ausweisungsverfügung vor. Er trat in der Vergangenheit bereits mehrfach durch Gewaltdelikte wie z. B. Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie verschiedener anderer Delikte polizeilich in Erscheinung. Er befand sich bereits mehrfach in Untersuchungshaft und verbüßte insgesamt 37 Monate Freiheitsstrafen in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten.

Eine Videoauswertung ergab, dass zwei DB-Mitarbeiter, ein 24-jähriger Deutscher und ein 52-jähriger Italiener, den Eritreer unter Anwendung von Zwang (einfache körperliche Gewalt führen an den Armen) über den Fußgängerüberweg auf die vom Bahnhof gegenüberliegende Straßenseite verbracht haben, wogegen dieser sich heftig wehrte. Ob sie hierbei ihre bei "Hausrechtsmaßnahmen" möglichen Rechte überschritten hatten, ist ebenfalls Gegenstand von strafrechtlichen Ermittlungen der Bundespolizei.


Quelle: Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Presseportal.de

Presseportal.de

Weitere Artikel von Presseportal.de