Burgenland: Neophyten-Offensive Burgenland - Stakeholderinnen- und Stakeholder-Dialog als Grundlage landesweiter Zusammenarbeit
Bildquelle: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner
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LH-Stv.in Haider-Wallner: Abgestimmtes Vorgehen statt Einzelmaßnahmen für Eindämmung notwendig
Mit einem breit angelegten Stakeholderinnen- und Stakeholder-Workshop startet das Land Burgenland die nächste Phase der Neophyten-Offensive. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Wasserbau, Naturschutz, Imkerei, Wissenschaft und Verwaltung brachten am Montag in Eisenstadt ihre Erfahrungen und Perspektiven zur Eindämmung invasiver Arten ein. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteurinnen und Akteure. Die Neophyten-Offensive wird gemeinsam mit dem Verein der Burgenländischen Naturschutzorgane (VBNO) umgesetzt und mit rund 45.000 Euro gefördert. Ziel ist unter anderem der Aufbau eines landesweiten Netzwerks zur besseren Abstimmung und Koordination der Bekämpfungsmaßnahmen. „Neophyten halten sich nicht an Gemeindegrenzen oder Zuständigkeiten. Genau deshalb brauchen wir ein abgestimmtes Miteinander statt verstreuter Einzelmaßnahmen“, betont Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner.
Im Burgenland gelten derzeit zwölf invasive Pflanzenarten als weit verbreitet, vier davon – Gewöhnliche Seidenpflanze, Götterbaum, Riesenbärenklau und Drüsiges Springkraut – stehen auf der EU-Liste besonders problematischer Arten. Europaweit verursachen invasive Arten Schäden von mehr als zehn Milliarden Euro jährlich.
Ein zentraler Schwerpunkt der Neophyten-Offensive liegt auf der Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche. Beim Stakeholderinnen- und Stakeholder-Dialog wurden Erfahrungen aus Praxis und Verwaltung zusammengetragen und Fragen zu Kooperationen, Informationsarbeit und konkreten Managementmaßnahmen diskutiert.
„Wer draußen arbeitet – in Gemeinden, im Wasserbau, in der Land- und Forstwirtschaft oder im Naturschutz – merkt oft als Erstes, wo’s brennt, und weiß auch am besten, was wirklich hilft. Dieses Wissen aus der Praxis ist Gold wert – es sorgt dafür, dass wir Ressourcen sinnvoll einsetzen und Lösungen entwickeln, die nicht nur gut klingen, sondern auch wirklich funktionieren“, so Haider-Wallner.
Hermann Frühstück, Landesleiter der Burgenländischen Naturschutzorgane (VBNO), betonte die notwendige Einbindung der Zivilbevölkerung: „Invasive Pflanzenarten breiten sich oft schleichend aus – und wenn sie einmal da sind, wird die Eindämmung sehr aufwändig. Deshalb ist Prävention entscheidend. Dafür braucht es Information, Bewusstsein und Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger kann im eigenen Wirkungsbereich einen Beitrag leisten – dieses Selbstverständnis wollen wir mit der Neophyten-Offensive stärken."
Quelle: Land Burgenland
