Wien: Neues Citybuskonzept bringt bessere Anbindung für Innenstadt und Nachbarbezirke
Foto: Stadt Wien/Christian Fürthner
Stärkung der Öffis ist wichtiger Schritt hin zur verkehrsberuhigten Innenstadt
Gemeinsam mit der Stadt Wien und den Bezirken haben die Wiener Linien ein neues Konzept für die Innenstadtbusse geplant, das noch dieses Jahr umgesetzt werden soll. Durch neue Routenführungen der Linien 2A und 3A sowie 57A wird die öffentliche Verbindung zwischen City und Nachbarbezirken gestärkt, die Linien zuverlässiger gemacht sowie Wohngebiete öffentlich besser angebunden.
Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass die Öffis von beliebten Fiaker-Routen getrennt werden und somit nicht mehr ausgebremst werden. So kommen die Citybusse nicht nur schneller voran, sondern werden für die Fahrgäste auch zuverlässiger.
„Mit dem neuen Citybuskonzept verbessern wir die Verbindungen zwischen Innenstadt und Nachbarbezirken. Wir sorgen für verlässlichere Fahrzeiten und bringen die Busse näher zu wichtigen Umsteigepunkten, Wohngebieten und ins Grüne. So können unsere Fahrgäste in Zukunft mit der Linie 2A vom Herzen des ersten Bezirks direkt zum Flanieren am Karmelitermarkt oder zum gemütlichen Sonntagsausflug in den Augarten gelangen“, so Öffi- und Planungsstadträtin Ulli Sima.
Markus Figl, Bezirksvorsteher Innere Stadt: „Uns geht es primär darum, die Citybusse als niederschwelliges Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner der Inneren Stadt zu erhalten und zu verbessern. Analysen haben gezeigt, dass die Citybus-Linien unterschiedlich ausgelastet sind. Mit dem Ausbau des Citybus-Netzes in der Inneren Stadt ist uns gemeinsam mit der Stadt, zwei angrenzenden Bezirken und den Wiener Linien ein wichtiger Schritt im Projekt Gesamtverkehrskonzept Innere Stadt gelungen. Die direkte Anbindung an den 2. und 6. Bezirk bedeutet für viele Alltagswege eine Verbesserung. Mit der Erweiterung des 3A ist nun auch das Grätzel rund um die Seilerstätte besser erschlossen. Mein Dank für dieses gemeinsame Projekt gilt allen voran der Bezirks-Arbeitsgruppe, die seit der vorletzten Legislaturperiode an diesem Projekt für die kommenden Generationen im Bezirk arbeitet.“
Die neuen Linienführungen im Detail:
- Die Linie 2A wird über die Innenstadt hinaus in den zweiten Bezirk verlängert und bindet den Karmelitermarkt sowie den Augarten an. Damit können Öffi-Fahrgäste direkt von der Innenstadt ins grüne Naherholungsgebiet fahren.
- Der 3A übernimmt teilweise Stationen der Linie 2A und bindet künftig das Wohngrätzl um die Seilerstätte besser an. Die Linie fährt ausgehend von ihrer bisherigen Route über den Schwarzenbergplatz bis zur neuen Endhaltestelle bei der Oper.
- Der 57A wird bis zur Oper verlängert. Dort können die Fahrgäste bequem und schnell zum Öffi-Knotenstation Oper/Karlsplatz wechseln.
- Die Linie 1A wird weiterhin auf ihrer gewohnten Strecke unterwegs sein.
„Die Stärkung der Öffis ist ein entscheidender Hebel auf unserem Weg zu einer modernen, verkehrsberuhigten Innenstadt. Mit dem neuen Citybuskonzept schaffen wir nicht nur eine bessere Anbindung für die Wienerinnen und Wiener, dank elektrobetriebener Wasserstoff-Technologie sind wir sauberer und flexibler unterwegs als je zuvor. Dass wir durch die neue Routenführung zudem Staus vermeiden und die Busse schneller vorankommen, schenkt den Menschen wertvolle Zeit zurück und macht den Alltag für alle spürbar entspannter. Ich bedanke mich bei den engagierten Bezirksrät*innen, die sich bei der Konzepterarbeitung mit ihrer Expertise eingebracht haben“, sagt Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner.
„Die Anbindung des 57A an die U-Bahn-Station Karlsplatz war ein langjähriger Wunsch der Mariahilferinnen und Mariahilfer. Die Verlängerung passt gut in unser Konzept zur Attraktivierung der Linie“, freut sich Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Julia Lessacher. Sie fügt hinzu: „Der Bezirk nimmt das Anliegen aus dem Bürger*innen-Beteiligungsverfahren zur Bevorrangung der Autobuslinie gerne auf. Gemeinsam mit den Wiener Linien arbeiten wir an weiteren Maßnahmen, etwa an der Optimierung der Haltestellen.“
Insgesamt werden 17 Haltestellen neu errichtet oder adaptiert. Die Umbaumaßnahmen für die Linien 2A und 3A sollen im Frühsommer 2026 stattfinden, damit die Linien bereits ab Herbst auf den neuen Routen unterwegs sein können. Die Errichtung der neuen Haltestellen für die Linie 57A sollen noch dieses Jahr umgesetzt werden, die neue Routenführung im Frühjahr 2027. Die Intervalle und Betriebszeiten der Innenstadtbusse werden ab Herbst geringfügig angepasst.
„Das neue Citybuskonzept macht Wien im Kleinen größer: kürzere Wege zwischen City und Nachbarbezirken, leichteres Umsteigen, verlässlichere Fahrzeiten. Sobald 2A, 3A sowie 57A näher an Wohngebiete, Knotenpunkte und den Augarten rücken, läuft der Alltag runder – leise und sauber, getragen von E-H2-Bussen; so wird allmählich eine beruhigte Innenstadt möglich, die Wiener*innen spürbar Zeit zurückgibt. Öffentliche Verkehrsmittel sind Wiens Kreislauf: Sie bringen Kinder, Pendler*innen, Senior*innen und Besucher*innen verlässlich durch die Stadt, unabhängig vom Geldbörsel. Gerade in einer wachsenden Metropole schaffen starke Öffis Freiheit im Alltag, sparen Platz auf den Straßen und senken Emissionen, ohne jemanden auszuschließen und ermöglichen Teilhabe,“ sagt Gemeinderat Josef Taucher, Klubvorsitzender der Wiener SPÖ im Rathaus.
„Wir bringen die Innenstadtbusse dorthin, wo sie gebraucht werden: näher zu den Wohngebieten, näher ins Grüne und näher zu wichtigen Umsteigepunkten. Das neue Konzept macht die Citybusse nicht nur zuverlässiger, sondern auch alltagstauglicher – vom Weg zur Arbeit bis zum Ausflug in den Augarten“, sagt Stephan Lewisch, Leiter der Betrieblichen Planung bei den Wiener Linien.
Die neueste Antriebstechnologie der Busse hat das Citybuskonzept erst möglich gemacht, da es eine flexible Routenführung erlaubt. Seit September 2025 haben zehn elektrobetriebene Wasserstoff-Busse die bisherigen Elektrobusse auf den Linien 2A und 3A ersetzt. Mit der Kombination von Elektromobilität und Wasserstoff-Technologie können die neuen Rampini-Busse den ganzen Tag ohne Nachladen unterwegs sein. Die neuen E-H2-Busse verlängern die Reichweite des Elektromotors mithilfe einer Wasserstoff-Brennzelle, die während der Fahrt neue elektrische Energie erzeugt. Damit ist in der Innenstadt ist keine Ladeinfrastruktur mehr nötig.
Quelle: Stadt Wien
