Frankfurt am Main: Personalintensiver Wohnungsbrand in Frankfurt-Gallus
ots/Feuerwehr Frankfurt am Main
Frankfurt am Main (ots) - Am Mittag des 01. Juli wurde die Feuerwehr Frankfurt zu einem Wohnungsbrand in der Schwalbacher Straße im Gallus alarmiert. Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass noch mehrere Menschen im Gebäude waren. Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der Personenrettung. Insgesamt wurden sechs Menschen verletzt aus dem Gebäude gerettet, zwei davon schwerverletzt.
Der Brand brach im 2. Obergeschoss aus und griff schnell auf das 3. Obergeschoss und das Dachgeschoss über. Aufgrund der starken Ausbreitung von Feuer und Rauch gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. Darüber hinaus erschwerten die hohen Außentemperaturen die Arbeit der Einsatzkräfte und erforderten einen häufigen Wechsel an Personal.
Enge Zusammenarbeit mit Polizei rettet Leben
Kurz nach Eintreffen der Feuerwehr erreichte die Polizei ein Notruf aus einer der Wohnungen im 3. Obergeschoss. Durch die schnelle Kommunikation des Einsatzleiters der Polizei vor Ort konnten in letzter Sekunde zwei Personen gerettet werden. "Wir haben sofort reagiert und konnten die beiden gerade noch rechtzeitig aus der verrauchten Wohnung befreien. Eine Minute später wäre es zu spät gewesen", berichtet Andreas Lebéus, Fahrzeugführer auf einem der ersten beiden Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF) an der Einsatzstelle.
Personalintensive Löscharbeiten
Erste schnelle Löschmaßnahmen konnten verhindern, dass Feuer und Rauch auf die beiden direkt angrenzende Gebäude übergriffen. Die Brandbekämpfung wurde sowohl von außen über zwei Drehleitern als auch über den Innenangriff vorgenommen. Das Feuer ging nicht nur auf das darüberliegende Geschoss, sondern auch auf das Dämmmaterial des Dachs über. Die Dachhaut musste zu großen Teilen geöffnet werden, um Glutnester zu löschen.
Insgesamt waren rund 200 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst in den Einsatz eingebunden. 14 Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr unterstützten die hauptamtlichen Einsatzkräfte. Der hohe Personaleinsatz und die lange Einsatzdauer bedeuten auch einen großen logistischen Aufwand. Atemschutzgeräte, Feuerschutzkleidung und Material müssen nun zügig wieder einsatzbereit gemacht werden.
"Nach einsatzreichen Tagen aufgrund der Hitzewelle am vergangenen Wochenende galt es heute einen großen Brandeinsatz zu bewältigen. Ich bin dankbar, dass die Einsatzkräfte die betroffenen Menschen so schnell retten konnten und die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die hauptamtlichen Einsatzkräfte bei den langwierigen Löscharbeiten unterstützt haben", betont Sicherheitsdezernentin Annette Rinn. "Es macht mich immer wieder stolz zu sehen, wie gut Ehrenamt und Hauptamt Hand in Hand arbeiten."
Gegen 19 Uhr sind die Einsatzkräfte weiterhin mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Das Gebäude ist vorerst nicht bewohnbar.
Quelle: Original-Content von: Feuerwehr Frankfurt am Main, übermittelt durch news aktuell
