Salzburg: Pflegeplattform III startet: Fahrplan fixiert

Slide background
Foto: Land Salzburg/Neumayr/Hofer
01 Jän 17:00 2026 von Redaktion International Print This Article

Pflegebeauftragter des Landes hat rund 70 Personen zur Mitwirkung eingeladen / Bis Ende März sollen konkrete Ergebnisse vorliegen

(LK) Die Landesregierung hat den Auftrag für die Pflegeplattform III erteilt, um dem Pflegeberufsbild neuen Schub und eine neue Perspektive zu geben. Der Pflegebeauftragte des Landes, Karl Schwaiger, hat nun alle Stakeholder eingeladen und den Zeitplan festgelegt. Denn noch heuer sollen die ersten Maßnahmen, die daraus abgeleitet werden, zur Umsetzung kommen.

Der Pflegebeauftragte des Landes, Karl Schwaiger, leitet die Pflegeplattform III.

Wenige Tage vor Weihnachten hat Karl Schwaiger als Pflegebeauftragter des Landes die entsprechenden Schreiben verschickt. An rund 70 Personen ist die Einladung zur „Plattform Pflege III“ ergangen. Schwaiger hat dabei neben den bekannten Trägerorganisationen auch Experten aus der Pflegewissenschaft, der Bildung, Digitalisierung sowie Interessenvertreter und Gewerkschafter eingeladen, an der Plattform teilzunehmen und gemeinsam Vorschläge zu erarbeiten. Mitte Jänner kommt es zur Kickoff-Veranstaltung. Dabei werden die einzelnen Arbeitsgruppen festgelegt.

Sieben Gruppen, konkrete Aufgabenstellung

Jede Arbeitsgruppe widmet sich konkreten Themen und Aufgabenstellungen, vom Arbeitsrecht über die Digitalisierung, die Implementierung regionaler Bildungsangebote bis hin zum Marketing, um den Pflegeberuf so attraktiv wie möglich zu gestalten. „Es sind mindestens sieben Arbeitsgruppen geplant. Wir sind hier aber nicht limitiert. Wenn wir merken, dass wir zu einer bestimmten Frage noch eine eigene Gruppe brauchen, werden wir diese einrichten“, sagt Pflegebeauftragter Karl Schwaiger. Bei der vorangegangenen Pflegeplattform waren es acht Arbeitsgruppen. Das Modell hat sich insgesamt bewährt.

Pflegewissenschaft und Digitalisierung

Der Bildungssektor sei ein wichtiger Faktor. Hier wolle man auch regionalisierte Angebote in der Ausbildung zustande bringen und gut in den Regionen verankern. Daher seien auch die Gesundheits- und Krankenpflegeschulen an Bord, ebenso wie die Bildungsdirektion. „Es ist recht umfassend“, sagt Schwaiger. Eine Gruppe solle sich konkret mit dem Thema „zukunftsorientierte Pflege- und Versorgungssysteme“ aus den Fachbereichen der Pflegewissenschaft und Digitalisierung beschäftigen und mit Blick auf die demografischen Entwicklungen Vorschläge erarbeiten, die sich mit der Unterstützung pflegender Angehöriger und dem Aufbau von weiteren, alternativen, ehrenamtlichen Angeboten der Prävention und Betreuung auseinandersetzen.

Ende März Ergebnisse am Tisch

Jede Arbeitsgruppe bekommt ein digitales Template, um mit einem professionellen Projektmanagement die Ergebnisse dokumentieren zu können. Die einzelnen Arbeitsgruppen erhalten im Vorfeld Beschreibungen, um Ziele festlegen und definieren zu können. Die Gruppen sollen in einem dreiwöchigen Rhythmus tagen. „Sodass wir Ende März schon Ergebnisse haben. Vor allem die budgetrelevanten Fragestellungen werden wir rasch zu klären versuchen“, sagt Schwaiger. Bis zur Umsetzung erster Maßnahmen solle es nicht lange dauern. So will das Land etwa einen Expertenpool entwickeln und implementieren, um beispielsweise die organisatorischen Schnittstellen zwischen Spitälern und Betreuung zu Hause zu verbessern. „Sodass beispielsweise Senioren nicht erst ins Krankenhaus transportiert werden müssen, sondern wir mit Experten aus dem Krankenhaus Konziliardienste anbieten können“, sagt Schwaiger.

Fürweger: „Konkrete, umsetzbare Maßnahmen.“

„Mit der Pflegeplattform III gehen wir den nächsten konsequenten Schritt, um die Pflege in Salzburg strukturell weiterzuentwickeln. Es geht nicht um Ankündigungen, sondern um konkrete, umsetzbare Maßnahmen – gemeinsam mit allen relevanten Akteurinnen und Akteuren. Unser Anspruch ist klar: bessere Arbeitsbedingungen für Pflegerinnen und Pfleger, mehr Perspektiven im Beruf und eine Pflege, die sich an den realen Bedürfnissen der Menschen orientiert. Dass bereits bis Ende März belastbare Ergebnisse vorliegen sollen, zeigt den Ernst und die Verbindlichkeit dieses Prozesses“, sagt Soziallandesrat Wolfgang Fürweger. Der Pflegebeauftragte des Landes wird auch bei der Regierungsklausur am 9. und 10. Jänner in Anthering dabei sein.

Gutschi: „Erfolgreicher Weg wird weitergeführt.“

Landesrätin Gutschi betont: „Wir starten nicht bei null, sondern bauen auf die Erkenntnisse und Maßnahmen der Pflegeplattformen I und II auf. Vieles wurde schon verbessert und diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen. Pflege und Gesundheit haben für uns oberste Priorität. Einige Vorschläge liegen bereits auf dem Tisch und die Pflegeplattform III ist der richtige Rahmen, um diese rasch in Umsetzung zu bringen.“

Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260101_80 (hei/msc)


Quelle: Land Salzburg



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien: