Raumordnung: Unabhängige Experten geben Salzburg ein gutes Zeugnis

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01 Jän 18:00 2026 von Redaktion International Print This Article

Bundesland liegt bei Flächennutzung besser als im Österreichschnitt / Landesentwicklungsprogramm zeigt Wirkung

(LK) Grund und Boden ist vor allem in Salzburg eine wertvolle Ressource. Nur rund 20 Prozent der Landesfläche kann als Dauersiedlungsraum genutzt werden. Umso wichtiger ist, dass alle Beteiligten sparsam damit umgehen. Der aktuelle Bericht der österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) stellt dem Land bei der Flächennutzung ein gutes Zeugnis aus. Pro Kopf benötigen die Menschen in Salzburg weniger Fläche als der Durchschnitt in Österreich. Ein Grund dafür ist das seit Dezember 2022 gültige Landesentwicklungsprogramm (LEP).

In den Jahren 2022 bis 2025 ist laut ÖROK die Flächeninanspruchnahme in Salzburg insgesamt um ein Prozent gestiegen, nämlich von 29.222 Hektar auf 29.507 Hektar. Salzburg liegt damit nach Wien am weitesten unter dem Österreich-Schnitt von 1,3 Prozent. Da sich in den vergangenen vier Jahren auch die Bevölkerung im Bundesland erhöht hat, hat sich die Fläche pro Kopf um 4,3 Prozent reduziert. „Das zeigt, dass der begrenzte Dauersiedlungsraum in den Gemeinden effizient genutzt wird. Aus raumordnungstechnischer Sicht legen wir den Fokus weiterhin auf eine konsequente Flächenentwicklung und Baulandmobilisierung“, betont Landesrat Martin Zauner.

Zauner: „Vorausschauende Raumordnung.“

Für Landesrat Martin Zauner zeigt der Bericht, dass Salzburg bei der effizienten Nutzung von Flächen im Österreichvergleich gut dasteht. „Gleichzeitig bestätigt er, wie wichtig eine moderne und vorausschauende Raumordnung ist. Wir unterstützen unsere Gemeinden dabei, die Bodenpolitik zielgerichtet, effektiv und verantwortungsvoll zu steuern – damit Entwicklung möglich bleibt, aber wertvolle Flächen auch für kommende Generationen gesichert werden“, so Zauner.

29.500 Hektar für ganz Salzburg

In Salzburg wurden 2025 laut ÖROK-Bericht Flächen im Ausmaß von 29.507 Hektar in Anspruch genommen. Das sind rund 4,1 Prozent der gesamten Landesfläche. Der größte Teil entfiel mit rund 43 Prozent auf Siedlungsflächen innerhalb einer Baulandwidmung - das sind bebaute oder unbebaute Grundstücke für Wohnen oder Arbeit. Die Flächeninanspruchnahmen in den einzelnen Bezirken verteilen sich wie folgt:

  • Flachgau: 9.283 Hektar
  • Pinzgau: 6.342 Hektar
  • Pongau: 5.366 Hektar
  • Stadt Salzburg: 3.469 Hektar
  • Tennengau: 3.079 Hektar
  • Lungau: 1.968 Hektar

Nächster Schritt: Landesentwicklungsprogramm

Um einen konsequenten Weg in puncto Raumordnung in Salzburg zu ermöglichen wurde 2022 ein neues Landesentwicklungsprogramm beschossen. Erstmalig wurden in Österreich, gemeinsam mit Gemeinden und Regionalverbänden, Eckpfeiler für leistbares Wohnen in Kombination eines und sparsamen Umgangs mit Grund und Boden gesetzt. 2026 plant der ressortzuständige Landesrat Martin Zauner Änderungen, um für die aktuellen Herausforderungen vorbereitet zu sein.

Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260101_90 (msc/mw)


Quelle: Land Salzburg



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