Dresden : Schwelbrand in ehemaligem Industriegebäude
ots/Feuerwehr Dresden
Dresden (ots) -
Einsatzzeit: 4. Oktober 2026, 00:20 Uhr - 02:53 Uhr
Einsatzort: Kötzschenbroder Straße, Mickten
Feuerwehr lokalisiert Brand in Zwischendecke - zwei Personen vor Ort untersucht
In der Nacht zum Sonntag wurden Feuerwehr und Rettungsdienst um 00:20 Uhr zu einem gemeldeten Brand in einem ehemaligen Industriegebäude an der Kötzschenbroder Straße alarmiert. Das viergeschossige Gebäude wird heute unter anderem von mehreren Kunst-Ateliers genutzt. Nachdem zunächst die Information vorlag, dass vor Ort kein Brand feststellbar sei, bestätigte sich diese Einschätzung beim Eintreffen des ersten Führungsdienstes jedoch nicht. Ein Nutzer des Gebäudes empfing die Einsatzkräfte vor dem Objekt und berichtete, dass er zuvor erstmals in diesem Jahr einen Kamin in Betrieb genommen habe. Im Treppenraum des ersten Obergeschosses war zu diesem Zeitpunkt bereits eine deutliche Rauchentwicklung feststellbar. Da der genaue Brandherd zunächst nicht lokalisiert werden konnte und sich Rauch innerhalb des Gebäudes ausgebreitet hatte, wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz zur Brandbekämpfung, Personensuche und Kontrolle der einzelnen Etagen in das Gebäude vor. Aufgrund des umfangreichen Atemschutzeinsatzes wurde zusätzliche Atemschutztechnik zur Einsatzstelle gebracht. Zwei Personen, die sich bereits außerhalb des Gebäudes befanden, wurden durch den Rettungsdienst untersucht. Dabei ergaben sich keine Hinweise auf eine Rauchgasvergiftung. Ein Transport in ein Krankenhaus war nicht erforderlich. Gegen 01:13 Uhr lokalisierten die Einsatzkräfte den Brand im Bereich einer Zwischendecke zwischen dem ersten und zweiten Obergeschoss. Dort schwelte ein etwa 20 mal 20 Zentimeter starker Holzbalken unmittelbar neben dem Schornstein. Der Balken war durch die Hitze bereits erheblich beschädigt. Die Feuerwehr löschte den Schwelbrand mit einem Strahlrohr und kontrollierte anschließend sämtliche Etagen und Räume des Gebäudes. Da sich der Brandrauch bereits bis in das zweite Obergeschoss ausgebreitet hatte, waren umfangreiche Belüftungsmaßnahmen erforderlich. Um alle Bereiche kontrollieren zu können, mussten mehrere verschlossene Türen gewaltsam geöffnet werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr führten anschließend Schadstoffmessungen in allen Etagen durch. Nach Abschluss der Belüftungsmaßnahmen konnten keine erhöhten Schadstoffkonzentrationen mehr festgestellt werden. Auch der Schornsteinschacht wurde kontrolliert. Weitere Brandstellen wurden nicht gefunden. Während des Einsatzes kam es auf der Sternstraße zeitweise zu Behinderungen des Straßenbahnverkehrs. Im Einsatz waren 62 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Albertstadt, Übigau, Löbtau und Altstadt, der U-Dienst sowie der B-Dienst.
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