Schwerer Betrug in Purkersdorf und Wien geklärt
Beamte der Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Purkersdorf führten seit August 2023 im Auftrag der Staatsanwaltschaft St. Pölten intensive und umfangreiche Ermittlungen gegen drei Beschuldigte wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen schweren Betruges. Eine 34-jährige und eine 54-jährige Beschuldigte sowie ein 61-jähriger Beschuldigter, alle rumänische Staatsbürger, sollen von Jänner 2022 bis April 2023 ein 80-jähriges Opfer aus Wien durch Vortäuschen falscher Tatsachen (Vorspielen einer Liebesbeziehung der 54-jährigen Beschuldigten) zur Übergabe von Bargeld und Überweisungen verleitet haben. Zudem steht die 54-Jährige im Verdacht, in den Jahren 2021 und 2022 einen bereits im Jahr 2025 verstorbenen Pensionisten in Purkersdorf mit einem ähnlichen Modus Operandi am Vermögen geschädigt zu haben. Es entstand ein Gesamtschaden von mindestens 133.000,-- Euro.
Die Erhebungen der Kriminalisten ergaben, dass sich das beschuldigte Ehepaar und ihre Tochter im Ausland aufhalten sollen. Seitens der Staatsanwaltschaft St. Pölten wurden Europäische Haftbefehle gegen alle Beschuldigten ausgestellt. Die 34-Jährige wurde im Februar 2024 in Italien festgenommen, nach Österreich ausgeliefert und in die Justizanstalt Krems an der Donau eingeliefert. Sie wurde zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, davon 12 Monate bedingt, verurteilt.
Die 54-Jährige und der 61-Jährige wurden am 4. April 2025 bei der Einreise am Flughafen Belgrad in Serbien festgenommen. Die 54-jährige Beschuldigte wurde am 19. Dezember 2025 nach Österreich ausgeliefert und wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten in die Justizanstalt Krems an der Donau eingeliefert. Der 61-Jährige verstarb vorzeitig und konnte daher nicht mehr nach Österreich ausgeliefert werden.
Quelle: LPD Niederösterreich
