Wien: Schwerpunktaktion gegen Jugendkriminalität in Wien – Fünf Festnahmen

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20 Aug 16:33 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Vorfall: 19.08.2026, ab 16:00 Uhr / Wien-Meidling

Im Rahmen der seit Anfang August täglich stattfindenden Schwerpunktaktionen zur Bekämpfung der Jugendkriminalität führte die Wiener Polizei gestern einen groß angelegten Einsatz im Bereich des Bahnhofs Meidling und dem angrenzenden Bezirk Favoriten durch.
An der Schwerpunktaktion waren neben Kräften des Stadtpolizeikommandos Meidling unter anderem Polizistinnen und Polizisten der Bereitschaftseinheit Wien, des Landeskriminalamtes Wien, der Abteilung Fremdenpolizei und Anhaltevollzug, der Polizeidiensthundeeinheit sowie der Landesverkehrsabteilung Wien beteiligt. Das Kräfteaufgebot wurde zudem von 24 Polizistinnen und Polizisten aus Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark und Oberösterreich verstärkt. Polizistinnen und Polizisten aus diesen vier Bundesländern sind derzeit tageweise bei nächtlichen Schwerpunktkontrollen in Wien eingesetzt.
Im Zuge des Einsatzes wurden insgesamt 195 Identitätsfeststellungen durchgeführt. Sieben Personen wurden wegen des Verdachts gerichtlich strafbarer Handlungen nach dem Strafgesetzbuch, zehn Personen nach dem Suchtmittelgesetz sowie 19 Personen wegen Verwaltungsübertretungen angezeigt.
Darüber hinaus kam es zu insgesamt fünf Festnahmen. Eine Person wurde aufgrund eines strafrechtlichen Deliktes, vier aufgrund fremdenrechtlicher Bestimmungen festgenommen.
Im Zuge der Kontrollen stellten die Einsatzkräfte unter anderem 79 Gramm Cannabis, zwei Stück psychotrope Stoffe sowie 18 Stück Substitutionsmittel sicher.
Die Schwerpunktaktion ist Teil der verstärkten polizeilichen Maßnahmen gegen Jugendkriminalität. Bereits im März 2024 wurde unter der Leitung des Bundeskriminalamtes und unter Einbindung der Landeskriminalämter die Einsatzgruppe Jugendkriminalität (EJK) eingerichtet. Seither wurden österreichweit zahlreiche Schwerpunktaktionen durchgeführt, ein wesentlicher Teil davon in Wien.
Innenminister Karner und Landespolizeipräsident Pürstl betonen die Notwendigkeit der konsequenten Schwerpunktmaßnahmen:
"Die Jugendkriminalität ist und bleibt ein Sorgenkind. Deshalb müssen wir gerade in diesem Bereich ganz konsequent vorgehen und dagegenhalten. Wir werden die Schwerpunktmaßnahmen so lange fortsetzen, wie es notwendig ist. Auch mit Unterstützung aus anderen Bundesländern. Denn das Ziel ist klar: Wir müssen Jugendliche schützen und Gewalttäter aus dem Verkehr ziehen", so Innenminister Gerhard Karner.
"Jugendkriminalität ist gerade in einer Großstadt wie Wien eine Herausforderung, der wir mit Konsequenz und einer starken Präsenz im öffentlichen Raum begegnen müssen. Unsere Schwerpunktaktionen ermöglichen es uns, gezielt zu kontrollieren, Straftaten frühzeitig zu erkennen und gefährliche Gegenstände aus dem Verkehr zu ziehen. Gleichzeitig geht es uns darum, jene Jugendlichen zu schützen, die selbst Opfer von Gewalt und Kriminalität werden können. Diese konsequente Arbeit werden wir fortsetzen", so Wiens Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl.
Neben den polizeilichen Schwerpunktmaßnahmen werden auch gesetzliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendkriminalität gesetzt – ein entsprechendes Maßnahmenpaket gegen Jugendkriminalität ist derzeit in Vorbereitung. Darin beinhaltet sein werden strengere legistische Maßnahmen, nicht nur für unter 14-jährige Tatverdächtige, sondern vor allem auch für Eltern, um diese stärker in die Verantwortung zu nehmen.
Die Wiener Polizei wird die Schwerpunktaktionen zur Bekämpfung der Jugendkriminalität konsequent fortsetzen, solange es die Situation erfordert.


Quelle: LPD Wien



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