Österreich: Uhren, Schmuck und Pokémon - Was Österreicher:innen 2025 sammelten
Foto: Catawiki
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Berlin (ots)
- 2025 tätigten 25 Prozent mehr Österreicher:innen ihren ersten Auktionskauf auf Catawiki
- Österreich zählt zu den Top-Märkten bei den durchschnittlichen Nutzerausgaben – mit über 1.500 Euro pro Person und Jahr
- Uhren waren 2025 die umsatzstärkste Kategorie im Land, während Pokémon-Karten (+65 Prozent) und Briefmarken (+60 Prozent) zu den am schnellsten wachsenden Sammelgebieten zählten
Trotz eines zurückhaltenden Konsumklimas ist die Nachfrage nach einzigartigen Sammlerstücken in Österreich im Jahr 2025 deutlich gestiegen[1]. Von Luxusuhren und Kunstwerken bis hin zu Pokémon-Karten, Briefmarken und Modeartikeln zeigen neue Zahlen der Online-Auktionsplattform Catawiki, welche Objekte österreichische Käufer:innen im vergangenen Jahr besonders nachgefragt haben. Der Online-Marktplatz ist seit 2016 in Österreich aktiv.
Mehr Österreicher:innen entdecken Online-Auktionen
Online-Auktionen verzeichneten 2025 in Österreich ein bemerkenswertes Wachstum. Auf Catawiki tätigten 25 Prozent mehr Österreicher:innen ihren ersten Kauf im Vergleich zum Vorjahr, was zu einer stetig wachsenden Käuferbasis beitrug. Der österreichische Markt zeichnet sich zudem durch hohe durchschnittliche jährliche Ausgaben aus, die über 1.500 Euro pro Nutzer:innen liegen. Über 80.000 Objekte fanden im Land neue Besitzer – ein Plus von 10 Prozent im Jahresvergleich. Gleichzeitig wächst die Sammer-Community weiter stark: Die Zahl der Käufer:innen in Österreich ist in den vergangenen drei Jahren um 70 Prozent gestiegen.
Luxusuhren sind führende Ausgabenkategorie
Traditionelle Luxusgüter dominierten weiterhin die Ausgaben. Die Kategorie, für die Österreicher:innen im vergangenen Jahr am meisten Geld ausgaben, waren Uhren, gefolgt von Schmuck sowie moderner und zeitgenössischer Kunst. Das teuerste Objekt in der Kategorie Kunst war ein limitierter Druck von Invader, der von einem österreichischen Bieter für 9.000 Euro erworben wurde. An der Spitze der Schmuckkategorie stand ein Diamant aus 18-karätigem Weißgold, der für 24.150 Euro verkauft wurde. Eine Halskette des italienischen Schmucklabels Nanis erzielte ebenfalls einen Preis von über 5.581 Euro, während ein 18-karätiges Cartier-Armband bei einer Auktion in Österreich für 5.253 Euro verkauft wurde. Auch österreichische Verkäufer:innen boten eine große Bandbreite hochwertiger Sammlerstücke an. Die teuerste Uhr, die 2025 von einem Verkäufer aus Österreich auf der Plattform verkauft wurde, war eine Rolex Cosmograph Daytona, die für 19.500 Euro den Besitzer wechselte. Das Interesse an Luxusuhren spiegelt sich auch im Suchverhalten der Nutzer:innen im deutschsprachigen Markt wider. Unter den zehn häufigsten Suchbenachrichtigungen befanden sich Marken wie Rolex, Omega und Cartier.
Popkultur boomt: Pokémon verzeichnet stärkstes Wachstum
Die am schnellsten wachsende Kategorie in Österreich war Pokémon, wobei die Zahl der verkauften Objekte im Vergleich zum Vorjahr um 65 Prozent stieg. Dieses Wachstum übertraf traditionelle Sammelbereiche wie Briefmarken (+60 Prozent), Handtaschen (+57 Prozent) sowie Figuren und Skulpturen (+57 Prozent).
Mehrere hochpreisige Verkäufe zeigen die starke Nachfrage nach Pokémon-Karten in Österreich. Das teuerste von einem österreichischen Bieter erworbene Set bestand aus zehn Karten mit der Bestnote „PSA 10“ – dem höchsten Bewertungsstandard für Zustand und Qualität. Enthalten waren verschiedene Entwicklungen von Eevee in besonders seltenen Illustrationsvarianten. Das Set wurde für knapp unter 1.700 Euro verkauft. Zu den wertvollsten Lots zählte außerdem ein Trio von Pokémon-Boosterpacks im klassischen Base-Set-Design mit Blastoise, Charizard und Venusaur, das für rund 1.400 Euro verkauft wurde.
Der Trend zeigt sich auch im Suchverhalten: Pokémon gehört im deutschsprachigen Raum zu den zehn meistabonnierten Suchbenachrichtigungen und bleibt damit ein zentraler Treiber im Sammelkartenmarkt.
Sammlerstücke aus verschiedenen Kategorien stießen in Österreich ebenfalls auf großes Interesse. Zu den bemerkenswertesten Käufen gehörte ein Blechspielzeug-Schiffsmodell mit Aufziehmechanismus aus der Zeit von 1910 bis 1919, das 4.300 Euro erzielte. Auch edle Weine waren unter den Top-Akquisitionen prominent vertreten: Ein 2014er Domaine de la Romanée-Conti aus Burgund – weithin als einer der prestigeträchtigsten und sammelwürdigsten Weine der Welt angesehen – wurde für 11.000 Euro erworben. Beide Auktionslots gehörten zu den teuersten Objekten, die von österreichischen Käufer:innen erworben wurden.
Einige Auktionen verliefen zudem mit hoher Geschwindigkeit. Eine Sammlung von 159 Münzen aus verschiedenen europäischen Ländern erreichte ihren Mindestpreis in nur 47 Sekunden und zählte damit zu den schnellsten Lots des Jahres. Die Sammlung wurde von einem Verkäufer aus Österreich angeboten.
Klassische Autos treiben hochpreisige Auktionen
Auch in der Automobilkategorie wurden mehrere hochpreisige Auktionen verzeichnet. Das teuerste Objekt, das 2025 von einem österreichischen Sammler gekauft wurde, war ein Mercedes-Benz 280 SL „Pagode“ aus dem Jahr 1968, der für 162.000 Euro verkauft wurde. Weitere bemerkenswerte Käufe waren ein Jaguar XK140 DHC SE von 1956 für 103.000 Euro sowie ein Ferrari F430 aus dem Jahr 2005 für 86.000 Euro.
Mehrere klassische Fahrzeuge gehörten auch zu den meistgespeicherten Objekten auf der Plattform. Ein Miniaturfahrzeug erregte dabei besondere Aufmerksamkeit in Österreich: der „Bimbo Racer V12“, ein seltenes elektrisches Kinderauto aus den 1950er-Jahren des Turiner Herstellers SILA, schaffte es unter die zehn meistgemerkten Lots. Das Juniorfahrzeug zeigt, wie nostalgische Automobil-Memorabilia weiterhin das Interesse von Sammler:innen wecken. Gleichzeitig erstreckte sich das Interesse auch auf kultige Sammlerfahrzeuge: Ein Fiat Panda gehörte zu den drei meistgespeicherten Objekten österreichischer Käufer – ein weiteres Zeichen für die Bandbreite an Fahrzeugen, die Sammler:innen ansprechen.
„Wir sehen, dass Sammler:innen in Österreich stark von der kulturellen Tradition des Landes geprägt sind – von Wiens historischer Rolle als Zentrum für Kunst, Design und Handwerk bis hin zur großen Wertschätzung für Qualität und Details. Gleichzeitig greifen sie aber auch neue Trends auf“, sagt Genevieve Tearle, VP Collectables bei Catawiki. „Klassische Kategorien wie Uhren, Kunst und Wein bleiben wichtig, aber auch neuere Bereiche wie Sammelkarten gewinnen an Bedeutung. Das zeigt, dass viele Sammler:innen heute sowohl traditionsbewusst als auch offen für Neues sind.“
Über Catawiki
Catawiki ist der führende Online-Marktplatz für besondere Objekte, die die Leidenschaften der Menschen erfüllen. Jeden Monat können mehr als 100.000 Objekte ersteigert werden – jedes einzelne wird von einem der hunderten internen Expert:innen von Catawiki geprüft und ausgewählt, die auf Kunst, Design, Schmuck, Mode, Oldtimer, Sammlerstücke und vieles mehr spezialisiert sind. Catawiki hat seinen Hauptsitz in Amsterdam und beschäftigt weltweit über 750 Mitarbeiter:innen. Entdecken Sie besondere Objekte auf catawiki.com oder laden Sie die App herunter.
Quelle: OTS
