Salzburg: Zahl der Verkehrstoten gesunken: „Vision Zero“ rückt näher

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Foto: Land Salzburg/Neumayr/Hölzl
01 Jän 18:00 2026 von Redaktion International Print This Article

Zahlen in Salzburg erneut rückläufig / Doppelte Strategie: Sensibilisieren und strafen / Handy-Blitzer in Prüfung

(LK) 24 Verkehrstote waren 2025 auf Salzburgs Straßen zu beklagen, um drei weniger als im Jahr davor und um zehn weniger als noch 2023. Salzburg ist damit das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Verkehrstoten beständig sinkt. Für Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll sind es dennoch 24 Todesopfer zu viel, auch wenn die Zahlen kontinuierlich zurückgehen.

LH-Stv. Stefan Schnöll (hier im Archivbild mit Landespolizeidirektor Bernhard Rausch): "Wir verfolgen für Salzburg die ‚Vision Zero‘ – keine Verkehrstoten im Jahresverlauf. Denn jedes Opfer ist eines zuviel."

Salzburgs Verkehrsreferent Stefan Schnöll hat sich zum Ziel gesetzt, dass es im Straßenverkehr im Bundesland keine Todesopfer mehr gibt. „Dafür wurde und wird ein Maßnahmenbündel mit zwei Stoßrichtungen umgesetzt: Umfassend sensibilisieren und strenge Strafen bei besonders gefährlichen Verstößen“, so Schnöll.

Schnöll: „Lasse nicht locker.“

„Auch wenn die Entwicklung erfreulich ist: Jeder Todesfall ist einer zu viel. Ich habe für Salzburg die ‚Vision Zero‘ – keine Verkehrstoten im Jahresverlauf. Der konstante Rückgang der Todeszahlen ist ein Erfolg der zahlreichen Maßnahmen, die wir bereits gesetzt haben – aber es gibt auch weiterhin viel zu tun“, betont Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.

Maßnahmen in Salzburg wirken

Salzburg ist das einzige Bundesland mit konstant rückläufigen Zahlen bei den Verkehrstoten, nicht zuletzt aufgrund von Verkehrssicherheitskampagnen wie „Owa vom Gas!“ und den durch Salzburg initiierten Anti-Raser-Paketen. „Die Menschen müssen sich bewusst sein, dass sie nicht nur sich selber gefährden, sondern auch das Leben anderer, wenn das Auto zur rasenden Waffe wird. Es muss allen bewusst sein: Der beste Fahrer ist der, der sicher fährt und nicht der, der am schnellsten ist“, hält Stefan Schnöll fest.

Weg mit „Waffe“ Auto

Es gibt jedoch nach wie vor Unbelehrbare, bei denen Prävention und Sensibilisierung nichts nutzen. Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll: „Hier müssen wir klare Kante zeigen und auch entsprechend abschreckende Strafen vorsehen. Ich denke, dass genau diese Kombination den Erfolg ausmacht.“ Auf Schnölls Initiative ist eine Fahrzeugbeschlagnahme bei extremen Rasern seit März 2024 möglich, 428 Autos wurden bisher vorläufig eingezogen, 17 davon in Salzburg. „Die bisherigen Maßnahmen wirken ganz offensichtlich, da in Salzburg erfreulicherweise am wenigsten Fahrzeuge beschlagnahmt wurden. Ziel ist ja nicht die Bestrafung per se, sondern die präventive Wirkung. Alleine die Möglichkeit der Beschlagnahme wirkt schon wie eine Entwaffnung“, sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.

Kampf gegen tödliche Ablenkung

Jeder vierte tödliche Verkehrsunfall in Österreich war 2024 die Folge von Ablenkung und Unachtsamkeit. „Die Daten zeigen eindeutig, dass Ablenkung inzwischen die Unfallursache Nummer eins ist. Wir wollen das Bewusstsein schärfen: Ablenkung kann tödlich sein“, sagt Stefan Schnöll, das auch hier ich Handfestes in die Wege leiten möchte. Aktuell wird geprüft, ob und wie der Einsatz so genannter Handy-Blitzer in Salzburg sinnvoll und möglich ist. „Wir müssen die Möglichkeiten der modernen Technik nutzen, um unseren Straßenverkehr noch sicherer zu machen“, so Schnöll.

Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260101_60 (sm/msc)


Quelle: Land Salzburg



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