Tirol: Zwischen Feed und Fact - Jugendforum zum Thema „Fake News“ in Kufstein
Auf Einladung von Jugend- und Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (Mitte) brachten die beiden Referenten Andre Wolf vom Verein Mimikama (links) und Hans-Peter Seewald vom Landeskriminalamt Tirol (rechts) ihre Expertisen ein.
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Jugendlandesrätin Astrid Mair begrüßte die teilnehmenden Jugendlichen im Rathaus in Kufstein.
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Im interaktiven Workshop wurden die Fähigkeiten der Jugendlichen sowie neu erlernte Methoden zur Erkennung von Fake News praktisch getestet.
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André Wolf vom Verein Mimikama zeigte den Jugendlichen im Rahmen der Aufklärung über Internetmissbrauch, wie Fake News erkannt werden können.
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Wie sich die strafrechtliche Lage bei Fake News darstellt und welche Fälle es in der Praxis gibt, zeigte Hans-Peter Seewald vom Landeskriminalamt Tirol, Leiter des Assistenzbereichs Kriminalprävention, in seinem Vortrag auf.
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Rund 20 Jugendliche aus Kufstein und Kitzbühel stärkten beim Jugendforum im Rathaus Kufstein ihre Medienkompetenz
- Austausch mit Experten von Mimikama und dem Landeskriminalamt Tirol
- Fokus auf Faktenprüfung, Social Media, Datenschutz und Gefahren im Netz
- Jugendforum als Teil der Jugendstrategie Tirol 2030 und der Europäischen Jugendwoche 2026
Ein Klick, ein Share – und schon verbreitet sich eine Falschmeldung mit rasanter Geschwindigkeit. Wie junge Menschen Fakten von Fake unterscheiden können, stand gestern beim zweiten Jugendforum des Landes Tirol in Kufstein im Mittelpunkt. Rund 20 Jugendliche aus den Bezirken Kufstein und Kitzbühel nutzten die Gelegenheit, sich direkt mit ExpertInnen auszutauschen, Fragen zu stellen und praktische Werkzeuge für den Umgang mit digitalen Inhalten kennenzulernen. Auf Einladung von Jugend- und Sicherheitslandesrätin Astrid Mair standen dabei aktuelle Herausforderungen rund um soziale Medien, die Bewertung von Quellen, Datenschutz und Online-Sicherheit im Mittelpunkt. Referenten waren Andre Wolf vom Verein Mimikama sowie Hans-Peter Seewald vom Landeskriminalamt Tirol (Leiter Assistenzbereich Kriminalprävention).
„Junge Menschen bewegen sich selbstverständlich in digitalen Räumen. Umso wichtiger ist es, sie dabei zu unterstützen, wie sie Inhalte kritisch hinterfragen, Manipulation erkennen und sich sicher im Netz bewegen können. Medienkompetenz ist heute eine Schlüsselqualifikation und Grundlage für verantwortungsvolle Teilhabe in unserer Gesellschaft. Mit dem Jugendforum setzen wir hier gezielt an“, betont LRin Mair.
Fake News im Check: Wege aus der Desinformation
Wie entstehen Fake News? Warum verbreiten sich Falschmeldungen oft besonders schnell? Woran erkennt man unseriöse Quellen? Und wie schützt man sich vor Betrugsversuchen oder problematischen Inhalten im Netz? Diese und weitere Fragen wurden im interaktiven Format gemeinsam mit den Jugendlichen behandelt. Andre Wolf vom Verein Mimikama erklärte Mechanismen digitaler Desinformation und zeigte anhand praxisnaher Beispiele, wie Inhalte geprüft und eingeordnet werden können. Kriminalexperte Hans-Peter Seewald informierte über aktuelle Gefahren im Netz, Präventionsmöglichkeiten und verantwortungsbewusstes Verhalten im digitalen Alltag.
„Wer Inhalte im Netz kritisch hinterfragt, Quellen prüft und nicht alles sofort weiterverbreitet, schützt sich selbst und andere. Genau diese Fähigkeiten wollen wir jungen Menschen mitgeben“, so LRin Mair. Neben der Wissensvermittlung stand vor allem auch der direkte Dialog im Vordergrund. Die Jugendlichen konnten eigene Erfahrungen einbringen, Fragen stellen und mit den Experten und der Landesrätin ins Gespräch kommen.
Europäische Jugendwoche 2026: Im Zeichen der Solidarität
Das Jugendforum ist eine Maßnahme im Rahmen der Jugendstrategie Tirol 2030 und setzt gezielt Impulse in den Bereichen Beteiligung, Medienkompetenz und Schutz junger Menschen. Gleichzeitig ist die Veranstaltung Teil der Europäischen Jugendwoche 2026, die von 24. April bis 1. Mai europaweit stattfand und junge Menschen zur aktiven Mitgestaltung Europas einlud. Mehr als 400 Aktionen in 27 Ländern machten Engagement, Beteiligung und Zukunftsideen junger Menschen unter dem Motto „Solidarität und Fairness“ sichtbar.
Quelle: Land Tirol
