Defekter Kühlschrank führt zu Gefahrguteinsatz in Seniorenwohnheim in Bochum-Langendreer
ots/Feuerwehr Bochum
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Bochum (ots) -
Am frühen Sonntagmorgen kam es in einem Seniorenwohnheim in Bochum-Langendreer zu einem umfangreichen Einsatz der Feuerwehr. Ursache war ein defekter Kühlschrank, aus dem eine ammoniakhaltige Flüssigkeit austrat. Verletzt wurde niemand.
Gegen 7:15 Uhr ging der Notruf in der Leitstelle der Feuerwehr Bochum ein. Ein Mitarbeitende des Seniorenwohnheims hatten in einem Aufenthaltsraum für Beschäftigte einen stechenden Geruch bemerkt und die Feuerwehr alarmiert.
Die Einsatzkräfte fanden in der 3. Etage des Gebäudes einen fensterlosen Raum vor, in dem aus einem Kühlschrank eine zunächst unbekannte Flüssigkeit ausgelaufen war. Der Bereich war stark durch einen stechenden Ammoniakgeruch belastet. Die zuerst vorgehenden Trupps räumten unmittelbar den betroffenen Bereich und brachten alle Bewohnerinnen und Bewohner in Sicherheit. Diese wurden anschließend im Erdgeschoss durch den Rettungsdienst sowie das Pflegepersonal betreut. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Erste Messungen bestätigten eine erhöhte Ammoniakkonzentration in dem betroffenen Pflegedienstzimmer. Unter Verwendung von Schutzanzügen und Atemschutzfiltern begannen die Einsatzkräfte mit der Entfernung der ausgetretenen Flüssigkeit sowie dem Ausbau des defekten Kühlschranks aus einem Schrank. Anschließend wurde der gesamte Bereich intensiv belüftet, bis keinerlei Ammoniakdämpfe mehr nachweisbar waren. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben, und alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten in ihre Zimmer zurückkehren.
Nach knapp drei Stunden war der Feuerwehreinsatz beendet. Für die umfangreichen Gefahrenabwehr- und Dekontaminationsmaßnahmen waren zwischenzeitlich über 60 Einsatzkräfte vor Ort. Neben der Berufsfeuerwehr waren die Löscheinheiten Brandwacht, Langendreer, Nord sowie die Sondereinheit Führungsunterstützung der Freiwilligen Feuerwehr eingebunden. Während des Einsatzes blieb die Hauptstraße im Bereich der Einsatzstelle vollständig gesperrt.
Quelle: Original-Content von: Feuerwehr Bochum, übermittelt durch news aktuell
