Innsbruck: Prävention hilft, Bewusstsein schützt

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Thomas Lechleitner (Geschäftsführer Zentrum Sexuelle Gesundheit Tirol, 2. v. l.), Referentin Brigitta Kerer (1. v. l.) und Sabrina Weirauch (2. v. r.), beide Strategisches Gesundheitsmanagement und Public Health, sowie die Referentin von Frauen, Gesundheit und Queer, Isabella Mitter (1. v. r.), präsentieren das Präventionsprogramm „Innsbruck intim“.
Foto: M. Freinhofer
28 Okt 06:00 2025 von Redaktion International Print This Article

Nachweislich 90 Prozent der Gewalttaten an Frauen werden durch ihr direktes soziales Umfeld ausgeführt. Jede Tat ist eine zu viel. Die Stadt Innsbruck setzt auf Prävention.

Gewalt gegen Frauen meint Gewalt, die Frauen auf Grund ihres Geschlechts erfahren bzw. die sie überproportional häufig betrifft. Die Erhebung „Geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und andere Formen von interpersoneller Gewalt“ (2022), die von Eurostat und dem Bundeskanzleramt in Auftrag gegeben wurde, belegt, dass ein Drittel der Frauen zwischen 18 und 74 Jahren in Österreich ab dem Alter von 15 Jahren im Laufe ihres Lebens körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Gewalt hat viele Gesichter. Neben körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt sind auch ökonomische und soziale Gewalt bedeutende Formen von Unterdrückung.

Die verschiedenen Gewaltformen schließen sich nicht gegenseitig aus, viele Frauen erleben mehrere Formen von Gewalt, besagt die Studie. Immer noch ist das Thema schambesetzt, auch wenn die Anzeigen sowie die mediale Aufmerksamkeit in den vergangenen Jahren gestiegen sind. „Die Stadt Innsbruck nimmt das Thema ernst. Bereits im Zukunftsvertrag gab die Stadtkoalition ein klares Bekenntnis zum Frauengesundheitszentrum, zur Gewalt- und Transgenderambulanz ab. Darüber hinaus sprechen wir uns darin für die Förderung von Schutz- und Präventionsmaßnahmen gegen Gewalt in allen Lebensbereichen aus“, stellt Bürgermeister Ing. Mag. Johannes Anzengruber, BSc klar.


Quelle: Stadt Innsbruck



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