Rotenburg: Sandsäcke füllen für den Ernstfall - Gemeinsamer Übungsdienst von Feuerwehr und THW
ots/Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)
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Minstedt (ots) - Am Montag, den 31. August 2026, stand bei der Ortsfeuerwehr Minstedt ein besonderer Übungsdienst auf dem Dienstplan. Gemeinsam mit dem THW Ortsverband Kutenholz wurde der Betrieb der in Minstedt stationierten Geräteeinheit zur Sandsackbefüllung geübt.
Die Sandsackfüllmaschine wurde vom Land Niedersachsen als Reaktion auf die Erfahrungen des Weihnachtshochwassers 2023/24 beschafft. Insgesamt wurden 45 solcher Geräteeinheiten für den Katastrophenschutz bereitgestellt. Im Landkreis Rotenburg (Wümme) befinden sich zwei Einheiten, eine in Rotenburg und eine im Stadtgebiet Bremervörde. Die Bremervörder Einheit ist bei der Ortsfeuerwehr Minstedt stationiert und wird im Einsatzfall gemeinsam mit dem THW Ortsverband Kutenholz betrieben.
Für den Übungsdienst ging es in die Sandkuhle in Minstedt. Das Gelände wurde hierfür freundlicherweise vom Betreiber, der Firma Jacobs aus Bremervörde, zur Verfügung gestellt.
Nach einer kurzen gemeinsamen Besprechung unter Leitung von Ortsbrandmeister Jörg Wempen ging es direkt an die praktische Arbeit. Die Einsatzbereitschaft der Sandsackfüllmaschine wurde hergestellt, die Maschine aufgebaut und anschließend gemeinsam in Betrieb genommen. Da die Kameraden der Ortsfeuerwehr Minstedt bereits über Erfahrungen mit der Geräteeinheit verfügen, konnten sie ihre Kenntnisse an die Kameradinnen und Kameraden des THW weitergeben und diese in die Bedienung und den Ablauf einweisen.
Dann wurde es praktisch: Sandsäcke wurden am laufenden Band befüllt. Bis zu 2.600 Sandsäcke pro Stunde können mit der Maschine befüllt werden. Dafür braucht es allerdings mehr als die Maschine selbst. Während des laufenden Betriebs müssen gefüllte Sandsäcke kontinuierlich aufgenommen, auf Paletten verladen und abtransportiert werden. Gleichzeitig muss jederzeit ausreichend Sand nachgeführt werden. Je nach örtlicher Situation müssen dafür unterschiedliche Fahrzeuge und Umschlaggeräte eingesetzt werden.
Auch Abschnittsleiter Jörg Suske, Stadtbrandmeister Nils Schwarz und sein erster Stellvertreter Martin Borchers ließen es sich nicht nehmen, den Übungsdienst vor Ort zu beobachten und packten ebenfalls mit an.
Genau das war an diesem Abend deutlich zu sehen: Ob Feuerwehr oder THW, an der Sandsackfüllmaschine wurde gemeinsam angepackt. Jeder Handgriff muss sitzen, die einzelnen Arbeitsschritte müssen ineinandergreifen und vor allem muss das Zusammenspiel zwischen den beteiligten Einheiten funktionieren.
Ein großer Dank geht daher an den THW Ortsverband Kutenholz für den gemeinsamen Übungsdienst sowie an die Firma Jacobs aus Bremervörde für die Bereitstellung der Sandkuhle.
Denn wenn die Sandsackfüllmaschine im Ernstfall gebraucht wird, zählt vor allem eines: eingespielte Zusammenarbeit.
Quelle: Original-Content von: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme), übermittelt durch news aktuell
