Steiermark: Totengedenken am Zentralfriedhof und am jüdischen Friedhof in Graz

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Vizebürgermeisterin Judith Schwentner, Landeshauptmann Mario Kunasek und Militärkommandant Heinz Zöllner (v.l.) bei der Kranzniederlegung am Grazer Zentralfriedhof.
Foto: Land Steiermark/Mitteregger
02 Nov 18:14 2026 von Redaktion Salzburg Print This Article

Landeshauptmann Mario Kunasek bei Kranzniederlegungen für die Gefallenen der Weltkriege und die jüdischen Soldaten des Ersten Weltkriegs

Graz (2. November 2026).- Am heutigen Allerseelentag (2.11.2026) hat Landeshauptmann Mario Kunasek gemeinsam mit einer Abordnung des Österreichischen Bundesheeres am Grazer Zentralfriedhof der Gefallenen beider Weltkriege gedacht. Beim Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs legten der Landeshauptmann sowie die Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner und Militärkommandant Brigadier Heinz Zöllner im Rahmen des Gedenkens Kränze nieder.

In seiner Ansprache erinnerte LH Mario Kunasek an die menschlichen Schicksale hinter den Gräbern und an das unermessliche Leid, das die beiden Weltkriege über Europa und damit auch die Steiermark gebracht haben: „Hinter jedem Namen steht ein menschliches Schicksal. Hinter jedem Grab stehen Angehörige, die um einen geliebten Menschen getrauert haben. Und hinter jedem gefallenen Soldaten steht eine Geschichte, die uns daran erinnert, welchen unermesslichen Preis Krieg fordert.“

Der Landeshauptmann betonte ebenso die besondere Bedeutung des historischen Gedenkens angesichts der aktuellen Entwicklungen: „Gerade in einer Zeit, in der Krieg und bewaffnete Konflikte wieder mitten in Europa Realität sind, wird deutlich, wie wertvoll Frieden ist. Freiheit, Sicherheit und ein Leben in Würde sind keine Güter, die für alle Zeiten garantiert sind. Sie müssen geschützt und immer wieder neu mit Leben erfüllt werden – durch gegenseitigen Respekt, durch Dialog und durch die Bereitschaft, Konflikte ohne Gewalt zu lösen.“

Außerdem unterstrich Kunasek, dass die Erinnerung an die Opfer der Kriege nicht nur ein Blick in die Vergangenheit sein dürfe, sondern auch eine Verpflichtung für die Zukunft darstelle: „Den Toten schulden wir unser ehrendes Andenken. Den Lebenden schulden wir unseren Einsatz für eine friedliche Zukunft. Und den kommenden Generationen schulden wir die Verpflichtung, alles in unserer Macht Stehende zu tun, damit sich die Katastrophen der Vergangenheit nicht wiederholen.“

Im Anschluss an die Gedenkfeier am Zentralfriedhof fand am jüdischen Friedhof in Graz eine weitere Kranzniederlegung statt. Gemeinsam mit Vertretern der Israelitischen Kultusgemeinde Steiermark und des Österreichischen Bundesheeres wurde der während des Ersten Weltkriegs gefallenen jüdischen Soldaten der österreichisch-ungarischen k. u. k. Armee gedacht.


Quelle: Land Steiermark



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